Fachtagung Freie Werkstätten 2017

Scheinwerfereinstellplatz: Bald wird’s ernst

| Autor: Norbert Rubbel

Bei modernen Lichtsystemen müssen die Scheinwerfereinstellplätze strenge Vorgaben erfüllen.
Bei modernen Lichtsystemen müssen die Scheinwerfereinstellplätze strenge Vorgaben erfüllen. (Bild: Hella Gutmann)

Die Zeit drängt. Schon ab dem 1. Januar 2018 müssen Reparatur-Betriebe nachweisen, dass ihre Einstellgeräte und -plätze für die Kontrolle der Scheinwerfer die neue Scheinwerferprüfrichtlinie erfüllen. Wer keinen vorschriftsmäßigen Einstellplatz hat und nicht über das entsprechende Prüfequipment verfügt, darf die Hauptuntersuchung (HU) nicht mehr durchführen.

Aber auch Betriebe, in denen keine Hauptuntersuchung durchgeführt wird, sollten sich Gedanken über einen Einstellplatz für Scheinwerfer und Fahrerassistenzsysteme machen. Denn ohne das entsprechende Equipment lassen sich die modernen Lichtsysteme nicht mehr herstellerkonform instandsetzen.

Für Betriebe in denen die HU von einer Überwachungsorganisation durchgeführt wird, reicht es nicht aus, dass die Einstellgeräte gültige Prüfsiegel besitzen. Nicht nur die neue Richtlinie verlangt von den Werkstätten ein umfassendes Prüfsystem, sondern auch viele Hersteller. Dafür müssen die Betriebe möglicherweise auch bauliche Maßnahmen durchführen, um die Aufstellflächen für die Geräte korrekt zu gestalten. Zudem muss der komplette Arbeitsplatz für die Scheinwerfereinstellung bei HU-Betrieben von einem akkreditierten Dienstleister abgenommen werden.

Welche Anforderungen die neue HU-Scheinwerferprüfrichtlinie an die Werkstätten stellt, erläutert Betriebsberater Matthias Pfau am 28. Oktober 2017 auf der Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe im Würzburger Vogel Convention Center. Sie steht unter dem Leitspruch: „Amtliche Prüfungen: Alles neu ab 2018!“

„Die Inhaber und Mitarbeiter müssen sich mit dem Thema Lichteinstellung intensiver auseinandersetzen, weil sie bestimmte Mindestanforderungen erfüllen müssen“, rät Matthias Pfau. Das gilt aber nicht nur für die Scheinwerferprüfgeräte und deren Einstellplätze, sondern auch für Bremsenprüfstände, die ab 1. Januar ebenfalls „normkonform kalibriert“ werden müssen.

Zu den weiteren Highlights der Fachtagung Freie Werkstätten und Servicebetriebe zählen auch Beiträge wie „Die Amtlichen Prüfungen in der Werkstatt: Was benötigt der Betrieb heute und in Zukunft“ von ASA-Präsident Frank Beaujean, „Die Zukunft der HU im europäischen Vergleich“ von Prof. Friedrich Bollinger von der Uni St. Gallen und „Die Abgasuntersuchung der Zukunft – Ein Ausblick“ von Christian Rahner vom Messtechnikspezialisten Maha.

Zudem begleiten zahlreiche Aussteller die Fachtagung für freie Werkstätten und Servicebetriebe. Sie präsentieren ihre Werkstattausrüstungen und informieren die Teilnehmer über neue Serviceleistungen rund ums Werkstattgeschäft.

Interessiert? Dann sollten Sie einen Blick in das Fachtagungsprogramm werfen und sich anmelden.

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