Dekra

Verkehrssicherheitsreport 2017

| Redakteur: Marion Fuchs

Der Verkehrssicherheitsreport 2017 nennt die Best Practices auf dem Weg zur „Vision Zero“.
Der Verkehrssicherheitsreport 2017 nennt die Best Practices auf dem Weg zur „Vision Zero“. (Bild: Dekra)

Die Entwicklung der Zahl der Verkehrstoten in vielen Staaten der Welt macht deutlich, welch große Herausforderung es bedeutet, die Sicherheit auf den Straßen nachhaltig zu erhöhen. Während zum Beispiel in der EU im Jahr 2016 wieder ein positiver Trend zu verzeichnen war, ging die Zahl der Verkehrstoten etwa in den USA steil nach oben. Und: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO kommen weltweit jährlich nach wie vor etwa 1,25 Millionen Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben. „Ein Gegensteuern ist weiterhin dringend erforderlich“, mahnte Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands Dekra SE und verantwortlich für die Business Unit Automotive, bei der Vorstellung des Dekra Verkehrssicherheitsreports 2017. Im Mittelpunkt des seit 2008 jährlich erscheinenden Reports stehen diesmal „Best Practices“ aus aller Welt.

Gemeint sind damit Maßnahmen, die sich in bestimmten Regionen der Welt bewährt haben und unter Umständen auch andernorts dazu beitragen können, die Zahl der Getöteten und Verletzten im Straßenverkehr weiter zu senken. Der Dekra Verkehrssicherheitsreport 2017 zeigt für die Bereiche Mensch, Fahrzeugtechnik und Infrastruktur sowie für alle Verkehrsteilnehmergruppen an Hand von Beispielen aus den unterschiedlichsten Ländern auf, dass sich für das Ziel der „Vision Zero“, also einen sicheren Straßenverkehr, in dem es bei Unfällen möglichst wenig Getötete und Schwerverletzte gibt, viele unterschiedliche Ansatzmöglichkeiten bieten.

Statistiken für die Planung

Vor der jeweiligen Planung und Umsetzung sollten sich die zuständigen Stellen aber fragen, in welchem räumlichen Gebiet die Maßnahmen wirken, welcher Stand schon erreicht ist, wie nachhaltig die Maßnahmen voraussichtlich sind, wie viele Unfälle vermieden oder in ihrer Schwere reduziert werden können, welche Querbeeinflussungen es mit anderen Maßnahmen gibt und wie die Maßnahmen den Bereich außerhalb des Straßenverkehrs berühren. Nicht vergessen werden darf außerdem, dass für Beurteilungen der Verkehrssicherheit und die Einleitung entsprechender Optimierungsschritte das reale Unfallgeschehen auf den Straßen die ganz entscheidende Rolle spielt. „Vor diesem Hintergrund muss unbedingt international die Verfügbarkeit fundierter und weitestgehend vergleichbarer Unfalldaten und Statistiken verbessert werden“, forderte Dekra Vorstand Klinke. Nach wie vor gebe es zwischen den Erhebungsmethoden und Datenmengen von Land zu Land große Unterschiede.

Verantwortung und Regelakzeptanz

Eine Lösung der mit der Verkehrssicherheit verbundenen Herausforderungen in den höher motorisierten Regionen sehen mittlerweile große Teile der Politik sowie der Automobil- und Zulieferindustrie unter anderem darin, die Fahrzeuge verstärkt mit Systemen für teil-, hoch- und vollautomatisiertes Fahren auszurüsten. Ohne Zweifel werden diese Systeme (neben Systemen für das assistierte Fahren) in Fahrzeugen aller Art zukünftig eine immer größere Rolle spielen, um die Straßen sicherer zu machen. Dennoch darf der nach wie vor wichtigste Faktor für die Verkehrssicherheit, der Mensch, nicht aus seiner Verantwortung für das Straßenverkehrsgeschehen entlassen werden. „Verantwortungsbewusstes Verhalten gepaart mit der richtigen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und einem hohen Maß an Regelakzeptanz sind auch in Zukunft die wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass möglichst immer noch weniger Menschen auf den Straßen ihr Leben lassen müssen“, gab Klinke zu bedenken.

Der Dekra Verkehrssicherheitsreport 2017 steht online unter: www.dekra.de zum Download sowie als Blätterkatalog zur Verfügung. Weitergehende Inhalte zum gedruckten Report, etwa in Form von Bewegtbildern oder interaktiven Grafiken, finden sich im Dekra Online-Portal zur Verkehrssicherheit unter: www.dekra-roadsafety.com

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