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GDV 2016 wieder mehr Unfallmeldungen aus dem Ausland

| Redakteur: Marion Fuchs

Der Hamburger Servicedienstleister für Automobil-Versicherer teilt mit, dass deutsche Autofahrer, besonders in den Sommermonaten, immer mehr Unfälle aus dem Ausland melden.

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2016 nahmen die Notrufe aus dem Ausland um mehr als 9 Prozent zu.
2016 nahmen die Notrufe aus dem Ausland um mehr als 9 Prozent zu.
(Bild: GDV)

Im dritten Jahr in Folge ist 2016 die Zahl der aus dem Ausland gemeldeten Unfälle beim Zentralruf der Autoversicherer gestiegen. „Der Anstieg war mit 9,1 Prozent sogar deutlich höher als in den Vorjahren“, erklärte Dr. Jens Bartenwerfer, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH (GDV DL), die in Hamburg den Zentralruf der Autoversicherer betreut, bei der Vorstellung der Zahlen. „Den Urlaubern, die in den nächsten Monaten mit dem Auto ins Ausland reisen, raten wir angesichts dieser Entwicklung dringend, sich auf einen eventuellen Unfall ausreichend vorzubereiten.“

„Die Sommerferien-Monate sind besonders unfallträchtig“, erläuterte Bartenwerfer. „Das gilt vor allem für den August mit 5.405 und den September mit 4.268 gemeldeten Unfällen. Im August 2016 wurden uns im Schnitt täglich 180 Unfälle aus dem Ausland gemeldet.“ Die Reisesaison macht mit 15.755 Unfallmeldungen von Juni bis einschließlich September fast die Hälfte (48,7 Prozent) der Bilanz des Gesamtjahres 2016 aus. In den besonders unfallträchtigen Ländern Italien und Frankreich liegt dieser Anteil noch höher: Beim französischen Nachbarn entfallen 49,5 Prozent der Unfallmeldungen auf diese Sommerferien-Monate, auf den italienischen Straßen sind es sogar 57,1 Prozent.

"Angesichts dieser Zahlen haben wir die dringende Empfehlung an alle Autofahrer: Stellen Sie rechtzeitig vor der Urlaubsreise alle Unterlagen griffbereit zusammen, die Sie für den Fall des Falles benötigen", betonte der Geschäftsführer der GDV DL. Ins Reisegepäck gehören nach seinen Worten unbedingt der Europäische Unfallbericht, die Nummer des Zentralrufs der Autoversicherer 0800 250 260 0 (aus dem Ausland +49 40 300 330 300) sowie die Grüne Karte. „Wichtig ist es natürlich ebenfalls, die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 präsent oder noch besser gespeichert zu haben“, so Bartenwerfer abschließend.

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