18. Classic-Gala Schwetzingen Ein Schlossgarten, gefüllt mit technischem Kulturgut

Von Peter Diehl

Das Spektrum der Teilnehmerfahrzeuge der Classic-Gala Schwetzingen überrascht stets aufs Neue. Vom Nachkriegs-Kleinstwagen über US-Klassiker bis zu Preziosen mit Millionenwerten ist alles dabei. »kfz-betrieb« hat sich im Schlossgarten umgesehen.

Dieser 1967er Lamborghini Miura war im Lauf seiner Nutzung in zahlreichen Farbtönen lackiert. Statt die Stahlkarosserie gänzlich abschleifen und neu lackieren zu lassen, entschied sich der Besitzer dafür, die Farbhistorie sichtbar zu machen. Ab Werk war der Farbton Rosso Miura (Orangerot) appliziert.
Dieser 1967er Lamborghini Miura war im Lauf seiner Nutzung in zahlreichen Farbtönen lackiert. Statt die Stahlkarosserie gänzlich abschleifen und neu lackieren zu lassen, entschied sich der Besitzer dafür, die Farbhistorie sichtbar zu machen. Ab Werk war der Farbton Rosso Miura (Orangerot) appliziert.
(Bild: Peter Diehl)

In den Kalendern von Oldtimer-Enthusiasten ist die Classic-Gala Schwetzingen ein Fixpunkt. Kaum eine andere Veranstaltung in Europa bringt derart viele automobile Klassiker, Raritäten, Einzelstücke und Prototypen zusammen. Die jährlich wechselnden Themen tragen ihren Teil zur Vielfalt bei. In diesem Jahr waren das die nahezu vergessene Marke Röhr sowie unter anderem folgende Jubiläen: 120 Jahre Cadillac, 110 Jahre Bertone und 100 Jahre Automobilproduktion in Ober-Ramstadt. Letzteres in Verbindung mit Röhr, gegründet 1926.

Sage und schreibe 14 Röhr kamen nach Schwetzingen, was nahezu die Hälfte des noch existierenden Bestands ausmacht. Darunter acht Röhr 8 mit Reihenachtzylinder und sechs Röhr Junior mit Vierzylinder-Boxermotor. Bei der Baureihe Junior handelt es sich um eine Lizenznahme des Tatra 75, nach der Insolvenz von Röhr weitergebaut von Stoewer als Greif Junior.