Daimler Trucks

Abschied vom Platooning

| Redakteur: Dr. Holger Schweitzer

Der neue Freightliner Cascadia fährt teilautonom.
Der neue Freightliner Cascadia fährt teilautonom. (Bild: Daimler AG)

Daimler Trucks setzt verstärkt auf technologische Entwicklungen, die das hochautomatisierte Fahren (SAE Level 4) in der schweren Nutzfahrzeugklasse innerhalb der nächsten zehn Jahre ermöglichen sollen. Wie das Stuttgarter Unternehmen auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas verkündete sollen hierfür in den kommenden Jahren 500 Milliarden Euro investiert und 200 neue Stellen geschaffen werden.

In einem ersten Schritt setzt die Daimler Lkw-Sparte auf teilautomatisierte Fahrzeuge nach Level 2, wie der neue Freightliner Cascadia, den das Unternehmen ebenfalls auf der Technologie-Messe in Las Vegas präsentierte. Der nach Konzernangaben erste teilautomatisierte Serien-Lkw auf nordamerikanischen Straßen soll in diesem Jahr auf den Markt kommen. Der Lkw ist dabei unter anderem mit Assistenzfunktionen ausgestattet, die selbständiges bremsen, beschleunigen und lenken ermöglichen in allen Geschwindigkeitsbereichen ermöglichen.

automatisiertes Fahren: sicher und effizient

Die strategische Ausrichtung von Daimler Trucks sieht vor, dass auf Level 2 Fahrzeuge unmittelbar Level 4 folgen soll. Dies bedeutet, dass automatisierte Lkw in festgelegten Bereichen und Knotenpunkten fahren können - die Lkw können sich dabei fortbewegen ohne, dass der Fahrer eingreifen muss.

Hochautomatisiertes Fahren sorgt nach Einschätzung des Unternehmens nicht nur für größere Sicherheit und geringere Unfallzahlen. Auch Effizienz und Produktivität ließen sich steigern, da automatisierte Trucks rund um die Uhr einsetzbar seien und ihre Routen der aktuellen Verkehrslage anpassen könnten.

Platooning nicht rentabel

Anders sieht es hingegen beim Platooning aus. Die Idee dahinter: Bei zwei oder mehr elektronisch gekoppelten Lkw, die in geringem Abstand zueinander fahren, lässt sich aufgrund der verbesserten Aerodynamik der Kraftstoffverbrauch senken. Wie Daimler Trucks erklärt hätten bisherige Untersuchungen und Testergebnisse jedoch gezeigt, dass in der der Praxis geringer weitaus weniger eingespart werden kann als erhofft. Hinzu komme, dass einzelne Fahrzeuge wieder beschleunigen müssen, wenn sie von ihrem Platoon getrennt werden und so das Einsparungspotenzial weiter schmälert.

Das Unternehmen sieht daher derzeit kein kein Geschäftsmodell für Kunden im Langstreckenbetrieb in den USA, wird jedoch das Engagement in laufenden Forschungsprojekten weiterhin aufrechterhalten.

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