Flut in Deutschland Auch ohne Wasser betroffen

| Aktualisiert am 22.07.2021Autor: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Auch ZKF-Mitgliedsbetriebe, die vom Hochwasser nicht betroffen waren, leiden unter den Auswirkungen der Starkregenfälle. Denn sie dienen Versicherern als Zwischenlager für zerstörte Autos.

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(Bild: ZKF)

Man hilft ja gerne – ist die grundsätzliche Aussage der Betriebe, die sich hilfesuchend an ihren Branchenverband ZKF gewandt haben. Hintergrund: Versicherungen nutzen die Höfe ihrer Partnerbetriebe um, von den durch die Wasserfluten zerstörte, Fahrzeuge zwischenzulagern. Solange es sich dabei nur um ein oder zwei Fahrzeuge handelt, verkraften die meisten Werkstätten das noch. Aber was ist, wenn es katastrophenbedingt sehr viel mehr Fahrzeuge sind?

Dann stören die wassergeschädigten Automobile erheblich die eingespielten Prozesse in den K&L-Betrieben. Die Arbeitsablauf kommt ins Stocken und das bei den ohnehin nicht gerade üppigen Konditionen in der Schadenlenkung. Damit leiden nun laut ZKF viele Partnerbetriebe unter der Flutkatastrophe, obwohl sie gar nicht in einem Hochwassergebiet angesiedelt sind. Der ZKF appelliert an die Versicherer sich für die Lagerung der zerstörten Fahrzeuge andere Plätze zu suchen. ZKF-Hauptgeschäftsführer Thomas Aukamm erklärt: „Uns ist vollkommen bewusst, dass die Not der Versicherer groß ist. Das darf aber nicht dazu führen, dass die nicht vom Hochwasser betroffenen Betriebe blockiert werden. Die Versicherungen müssen sich nach anderen Lagerflächen umsehen und von diesen aus die Schäden entsprechend lenken. Wir gehen allerdings davon aus, dass es sich in der Regel um Totalschäden handelt, das heißt die Fahrzeuge werden ohnehin nicht mehr repariert.“

Hier gibt es die offizielle Pressemitteilung des ZKF zu diesem Thema.

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Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

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Chefredakteur, Redaktion »Fahrzeug+Karosserie«