Volvo Trucks Automation braucht weiter Menschen

Redakteur: Marion Fuchs

Ein zweiteiliger Film des Ismaninger Truckherstellers zeigt, wie nach seiner Einschätzung die Automation in den nächsten Jahren unsere Art zu leben und zu arbeiten verändern wird.

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Bei Ann-Sofi Karlsson, Director Human Factors for Automation, steht der Mensch im Mittelpunkt aller Entwicklungen.
Bei Ann-Sofi Karlsson, Director Human Factors for Automation, steht der Mensch im Mittelpunkt aller Entwicklungen.
(Bild: Volvo Trucks)

Die technologischen Möglichkeiten von morgen beschäftigen und faszinieren uns seit Generationen. Derzeit verändert sich der Technologiebereich schneller denn je. Roboter übernehmen den Dienstleistungssektor. Pkw und Lkw fahren autonom. Dies kann den Eindruck einer eher gesichtslosen und funktionalen Zukunft entstehen lassen. Doch die Automation spielt bereits eine wichtige Rolle im täglichen Leben. Für Volvo Trucks steht nach eigenen Angaben von jeher der Mensch im Mittelpunkt einer zukunftsweisenden Philosophie. Und das soll auch so bleiben. Während sich die Technologie derzeit auf einen Punkt zubewegt, an dem völlig neuartige Konzepte in Greifweite rücken, entwickelt Volvo Trucks nach wie vor Lösungen, die das Leben von Fahrern, Kunden und anderen Verkehrsteilnehmern leichter und sicherer machen.

In den beiden Filmen „Automation – The Big Change“ und „Automation – Driving into the Future“ geht es um Themen rund um die Zukunft der Nutzfahrzeugtechnologie. Der zweiteilige Film begleitet zwei wichtige Akteure von Volvo Trucks bei ihrer Arbeit und in ihrem Privatleben: Sasko Cuklev und Ann-Sofi Karlsson. Ebenfalls zu Wort kommen der österreichische Lkw-Fahrer Lukas Strohmeier sowie der Berufspendler Rohini Teather aus London. Die Filme beleuchten die Zielsetzung und Absicht, die Volvo Trucks verfolgt, und geben Aufschluss über die Hoffnungen und Bedenken jener, deren Alltag davon betroffen sein wird.

Sasko Cuklev, Director Autonomous Solutions, hat klare Vorstellungen und spricht offen über die Möglichkeiten, die er in naher Zukunft erwartet. „Dass selbstfahrende Lkw von Volvo Trucks auf unseren Straßen zu sehen sein werden, steht außer Frage. Wann genau es so weit sein wird, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von den Verkehrsregeln, der Straßeninfrastruktur und natürlich von den Sicherheitsstandards“, so Cuklev weiter.

Schrittweise Umsetzung

Während der Wechsel hin zur Verwendung vollautomatischer Fahrzeuge Teil der Entwicklung ist, konzentriert sich die Arbeit einstweilen auf eine schrittweise Umsetzung von Automations-Lösungen, die Berufskraftfahrern zu mehr Sicherheit, Produktivität und Komfort verhelfen. „Automation soll keine Arbeitsplätze vernichten“, betont Ann-Sofi Karlsson, Director Human Factors for Automation. “Gute Fahrer werden auch in Zukunft gesucht. Der Warenverkehr wächst im selben Maße wie das Handelsvolumen und die Weltbevölkerung. Automation soll diesen Verkehr effizienter machen.“

Abgesehen von der globalen Perspektive geht es für Volvo Trucks beim Thema Automation vor allem darum, den Alltag einfacher zu gestalten – zum Beispiel den von Lukas Strohmeier. Der Berufskraftfahrer für Silotransporte im Süden Österreichs muss sein Fahrzeug häufig in der verkehrsreichen Innenstadt von Graz beladen. „Ein so großes Fahrzeug durch dichten Verkehr zu bewegen, ist alles andere als einfach. Man muss seine Augen überall haben. Da wäre es hilfreich, hunderte Augen zu haben.“

Da der Mensch verletzlich ist wie eh und je und das Verkehrsaufkommen stetig zunimmt, ist der Sicherheitsaspekt in letzter Zeit weit in den Mittelpunkt der Volvo-Automationsteams gerückt. Wichtige Pilotprojekte rund um die Automation von Lkw für den Bergbau, die Abfallentsorgung und den Zuckerrohrbau haben gezeigt, dass automatisierte Technik nicht nur der Sicherheit, sondern in hohem Maße auch der Produktivität zugutekommt, während das Lkw-Platooning auf Autobahnen die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der damit einhergehenden CO2-Emissionen ermöglicht.

Durch die gemeinsame Erforschung und Erörterung solcher Entwicklungen mit seinen Kunden möchte das Unternehmen bewirken, dass der Mensch im Mittelpunkt bleibt.

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