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Automechanika 2016: Vorsicht vor Lärm und Feuer

| Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Ob Schweißnähte abschleifen mit der „Flex“, Klemmpassungen lösen mit dem Druckluftmesselhammer oder der Springknall bei der Reifenmontage: In Kfz-Werkstätten ist es oft extrem laut. Wie man sich richtig schützt, verraten die Spezialisten der Berufsgenossenschaft.

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„Flexen“ ist nicht nur laut, auch der Funkenflug ist brandgefährlich.
„Flexen“ ist nicht nur laut, auch der Funkenflug ist brandgefährlich.
(Bild: Delcotex )

Egal ob in der kleinen Kfz-Werkstatt oder im internationalen Handelsbetrieb: Die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sind in der gesamten Automobilbranche wichtig. Wie Sie sich und Ihre Beschäftigten vor Lärm schützen sowie brennbare Stoffe sicher lagern, erläutern Ihnen die Fachleute der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) auf ihrem Messestand.

So ist beispielsweise ein geeigneter Gehörschutz bei Karosseriereparaturen, Räderwechsel, Abgasuntersuchungen und einer Reihe anderer Instandsetzungsarbeiten unabdingbar. „Auch in Kfz-Werkstätten entstehen zeitweise hohe Lärmpegel. Nicht nur für diejenigen Beschäftigten, die aktuell laute Arbeiten ausführen, ist Gehörschutz wichtig, sondern auch für alle anderen, die von dem verursachten Lärm betroffen sind“, weiß Sven Träger, Leiter des Sachgebietes Fahrzeugbau, -antriebssysteme und Instandhaltung der BGHM für die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Geeignete Präventionsmaßnahmen können Sie am Messestand der BGHM kennenlernen. Anhand von anschaulichen Lernmodellen erfahren Sie, wie Lärmdämmung funktioniert, wie wirksam schallgedämmte Wände bzw. Decken sind und welche die passende persönliche Schutzausrüstung ist.

Vorsicht bei brennbaren Flüssigkeiten

Doch nicht nur Lärm gefährdet die Belegschaft der unterschiedlichen Unternehmen der Fahrzeuginstandhaltung, sondern auch Brände und Explosionen haben ein großes Gefährdungspotenzial. „Leider gibt es immer wieder Unfälle durch die falsche Handhabung oder Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Kraftstoffen, Frostschutzkonzentraten oder Bremsenreinigern“, erklärt Träger. „Mit einem Praxismodul zeigen wir vor Ort den richtigen Umgang. Außerdem demonstrieren wir, wie sich bestimmte Gefahrstoffe durch elektrostatische Aufladung entzünden können. Um dieses Risiko zu minimieren, müssen unter anderem die Lagerungsbehälter geerdet sein.“ Brandgefahr entsteht ebenfalls durch Funkenflug, zum Beispiel bei Schleif- und Trennarbeiten in der Nähe von leicht entzündlichen Materialien. Wirksamer und nachhaltiger Brandschutz ist hierbei das oberste Präventionsziel, denn so vermeidet oder reduziert der Betrieb Gefährdungen

Generell gilt: Beginnen Sie bei der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen stets bei den technischen Aspekten und ergänzen Sie diese durch organisatorische und persönliche Maßnahmen. Ihre persönlichen Fragen dazu sowie zu allen weiteren Arbeitsschutzthemen beantworten Ihnen die BGHM-Fachleute gerne am Messestand.

Die BGHM auf der Automechanika: Halle 9, Stand F36

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