Messe Essen Beliebter Treffpunkt und Handelsplatz

Redakteur: Marion Fuchs

Die Essener Messegesellschaft zeigt sich zufrieden mit der 29. Techno-Classica. Vom 5. bis 9. April zog die Veranstaltung wieder viel internationales Publikum an.

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Dieser Bugatti 57 SC mit Gangloff-Karosserie von 1938 wechselte für einen siebenstelligen Eurobetrag den Besitzer.
Dieser Bugatti 57 SC mit Gangloff-Karosserie von 1938 wechselte für einen siebenstelligen Eurobetrag den Besitzer.
(Bild: Nesse essen/SIHA)

Die internationale Gemeinschaft der Klassikerszene traf sich Anfang April zur Techno-Classica in Essen. Rund 1250 Aussteller, mehr als 200 ehrenamtlich betreute Clubstände sowie 2 700 zum Kauf stehende Automobile hatten Interessenten aus der ganzen Welt angelockt. Insgesamt sahen über 185 000 Besucher aus 81 Nationen die Automobilausstellung. Zahlreiche Oldtimer, Young-Classics, Liebhaber- und Sammlerautomobile wechselten dort den Besitzer.

Mit Klassikern, die sie sonst meist unter Verschluss gehalten werden, faszinierten die 27 Abteilungen namhafter internationaler Autohersteller die Gäste.

Gut angenommen wurde das Sonderschau-Programm des Messe Veranstalters S.I.H.A. Für „Unter Strom – die Geschichte der Elektromobilität“ hatte Opel einen Ampera-e beigesteuert, der zusammen mit zwei Elektroautos von 1881 und 1915, einem Benziner von 1910 sowie einem Dampfwagen von 1919 eine spannende Reise in die automobile Vergangenheit bot.

Unter dem Motto „Monaco Grand Prix – The Golden Fifties“ versetzten sieben Formel-1 -Siegerwagen und ein Rennsportwagen der Grand Prix-Rennen in Monte Carlo von 1952 bis ins Jahr 1960 Experten und Laien gleichermaßen in Erstaunen. Star der Schau war der Maserati 250 F von 1957 – über 20 Jahre war Juan Manuel Fangios Siegerwagen öffentlich nicht zu sehen.

Die dritte Sonderschau bestritt Heidi Hetzer. Die knapp 80-Jährige Berlinerin war kurz vor der Techno-Classica von einer 960 Tage währenden Weltumrundung mit ihrem Hudson Eight von 1927 nach Deutschland zurückgekehrt. Den Messe-Besuchern erzählte sie live vor ihrem noch staubigen „Hudo“ von dieser Reise.

Experten hatten befürchtet, dass sich der Markt für Sammlerautomobile nach den hektischen Vorjahren auf Talfahrt befinden könnte. Die Profi-Händler berichteten aber von guten Verkaufsergebnissen. Der Markt, so die allgemeine Erkenntnis, habe sich beruhigt und sei wieder berechenbarer geworden. Gute Klassiker mit nachvollziehbarer Historie erzielen nach wie vor gute Preise.

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