Hagel- und Glasschaden Dellendrücken – Kunst oder Handwerk?

Streng nach Handwerksverordnung ist die Dellenreparatur ohne Lackieren (DoL) kein Handwerk. Quasi jeder darf diese Arbeiten durchführen. Angesichts der komplexen Fahrzeuge und der vielen unterschiedlichen Materialien kann das jedoch nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Die Handwerksordnung entscheidet: Handwerkliches Geschick ist zwar erforderlich. Aber DoL ist zunächst einmal kein Handwerk.
Die Handwerksordnung entscheidet: Handwerkliches Geschick ist zwar erforderlich. Aber DoL ist zunächst einmal kein Handwerk.
(Bild: @yakovlevadaria - stock.adobe.com)

Ob warm oder kalt, Regen oder trocken – Wetter ist immer, sagt der Volksmund. Wenn es jedoch stürmt und hagelt, ist es häufig mit der lässigen Ruhe vorbei. Insbesondere Versicherungen fürchten diese Wetterlagen, denn die Elementarschäden kosten sie in erster Linie viel Geld.

Im langfristigen Durchschnitt zahlen die Kfz-Versicherer laut dem Gesamtverband deutscher Versicherungen (GDV) rund 900 Millionen Euro pro Jahr, um Sturm- und Hagelschäden auszugleichen. In den vergangenen beiden Jahren hatten die Assekuranzen Grund zur Freude – die großen Hagelstürme blieben aus. Sowohl 2019 als auch 2020 be­zeichnete der GDV im Hinblick auf Elementarschäden als unterdurchschnittlich. Im Jahr 2020 mussten die Kfz-Versicherer beispielsweise „nur“ 500 Millionen Euro investieren, um Elementarschäden zu beseitigen.

Über den Autor

Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Chefredakteur, Redaktion »Fahrzeug+Karosserie«