Interview mit dem Bundesinnungsmeister Der Kunde will intakte Reifen

Autor: Doris Pfaff

Laut Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk ist das Rädergeschäft nach wie vor ein Umsatzbringer im Kfz-Gewerbe – trotz Pandemie und Ganzjahresreifen. Das A und O ist, den Kunden richtig zu informieren.

Wilhelm Hülsdonk
Wilhelm Hülsdonk
(Bild: Autozentrum Stevens & Hülsdonk)

Redaktion: Herr Hülsdonk, wie steht es aktuell um das Werkstattgeschäft?

Wilhelm Hülsdonk: Die Pandemie beeinträchtigt auch das Servicegeschäft, obwohl die Werkstätten vom Lockdown nicht betroffen sind. So verzeichneten die Werkstätten im ersten Quartal dieses Jahres eine um durchschnittlich fünf Prozentpunkte geringere Auslastung. Ein Grund: Die Autos werden weniger bewegt. Laut aktuellem DAT-Report sank die durchschnittliche Fahrleistung im letzten Jahr um sechs Prozent. Dadurch verschieben sich Wartungstermine, und auch das Reparaturgeschäft wird beeinträchtigt. So lag die Reparaturhäufigkeit im Jahr 2020 laut DAT bei 0,44 Reparaturen pro Pkw. Das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren. Einen positiven Aspekt für das Werkstattgeschäft der nächsten Jahre möchte ich aber nicht unerwähnt lassen: Das Pkw-Durchschnittsalter beträgt inzwischen 9,8 Jahre. Und je älter ein Pkw ist, desto häufiger fallen Wartungen und Reparaturen an.

Ergänzendes zum Thema
Zur Person: Wilhelm Hülsdonk (69)
  • Seit 2016: Mitglied im ZDH-Vorstand
  • Seit 2005: Bundesinnungsmeister des Kfz-Handwerks und ZDK-Vizepräsident
  • Seit 2004: Präsidiumsmitglied der DAT
  • Seit 1999:Vorstandsmitglied im ZDK
  • Gesellschafter vom Autozentrum Stevens & Hülsdonk in Voerde/NRW

Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik