Kfz-Schadenabwicklung Der Prozess beschleunigt sich durch KI deutlich

Das Gespräch führte Konrad Wenz und Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Audatex Autoonline nutzt künstliche Intelligenz, um Sachverständige und Werkstätten bei der Kalkulation von Unfallschäden zu unterstützen. Der Schadenprozess werde dadurch deutlich beschleunigt, erklären Erik Jahn und Klaus Gutland im Interview.

Erik Jahn ist bei Solera Audatex Autoonline in Deutschland verantwortlich für die Geschäftsentwicklung und strategische Projekte.
Erik Jahn ist bei Solera Audatex Autoonline in Deutschland verantwortlich für die Geschäftsentwicklung und strategische Projekte.
(Bild: Wenz)

Redaktion: Das neueste Produkt Ihres Hauses nennt sich Visuell Intelligence System, kurz VI. Worum geht es dabei?

Erik Jahn: Dabei geht es um die gesamte Prozesskette der Schadenermittlung und Kalkulation: von der intelligenten Bilderkennung über die Schadenerkennung bis hin zur Teileermittlung mittels künstlicher Intelligenz, kurz KI – auch für die tieferen Schäden, also nicht nur die, die man an der Oberfläche sieht. Und dann folgt die Weiterverarbeitung im Claimmanagement.

Was verbirgt sich hinter der KI?

Jahn: Wir haben dafür eine eigene Maschine entwickelt, die auf Standardwerte zurückgreift und von uns maschinell belehrt wird. Dafür stehen uns bis zu eine Milliarde Bilder mit den zugehörigen Kalkulationen aus der ganzen Welt zur Verfügung. Das heißt, wir können nicht nur von den Bildern maschinell lernen, sondern verfügen auch über die Verifikation durch die zugrunde liegende Kalkulation. Parallel dazu ist unser System selbstlernend – das heißt, es merkt, wo nachgeregelt beziehungsweise nachkalkuliert wird, und lernt daraus. Wenn also der Sachverständige oder der Werkstattkalkulator Korrekturen vornimmt, erkennt unser System das und wird dies in die folgenden Schadenbearbeitungen übernehmen.