Suchen

Ford Der Volkssportler wird 50

| Redakteur: Marion Fuchs

Der Capri des Kölner Autobauers Ford wurde vor 50 Jahren auf den Markt gebracht und ist inzwischen zum begehrten Klassiker gereift.

Firma zum Thema

Ford Capri I (1969 – 1973) Ein neuer Begriff der Sportlichkeit...
Ford Capri I (1969 – 1973) Ein neuer Begriff der Sportlichkeit...
(Bild: Ford)

Der Ford Capri ist, vereinfacht ausgedrückt, ein mittelgroßes Fastback-Coupé mit sportlicher Form. Er bietet Platz für vier Personen und ihr Gepäck und hat, abgesehen vom Preis, viele Eigenschaften, die einen Sportwagen auszeichnen. „Ein außergewöhnliches Fahrzeug für einen gewöhnlichen Markt“ ...... so wurden die Medien auf die erste Capri-Generation eingestimmt. Verantwortlich für das Design zeichnete der amerikanische Designer Philip T. Clark, Schöpfer des Ford Mustang.

Insgesamt fünf Modellvarianten standen zur Markteinführung zur Wahl. Das zugehörige Leistungsspektrum reichte von eher defensiven 50 bis zu 108 PS. Der Preis von nur 6.995 Deutsche Mark für das 1,3-Liter-Basismodell waren eine Preis-Leistungs-Sensation!

Im Herbst 1969 rückte eine "Hochleistungsversion" des 2300 GT zum Oberhaupt der Modellfamilie auf, die mit scharfer Nockenwelle, Doppelrohrauspuff und Modifikationen an Zündung und Vergaser satte 125 PS servierte.

„Der“ Ford Capri aus Sicht vieler Enthusiasten, Fans und Motorsportfreunde war und ist der Ende 1970 vorgestellte 2600 RS. Für 15.800 DM erhielten sportliche Fahrer ein Auto mit sechs Zylindern, Kugelfischer-Einspritzung, tiefergesetztem Sportfahrwerk und 150 PS unter der mattschwarzen Motorhaube.,

Dass der Capri II (1974 - 1977) trotz Ölkrise zum Erfolg wurde, lag wohl auch am Design. Mit großflächigen, in die Karosserielinie einbezogenen Rechteck-Scheinwerfern samt integrierten Blinkleuchten sowie glatten Oberflächen und einer geradlinig durchgezogenen Stoßstange vermittelte er Sachlichkeit. Technisch hatte der Ford Capri II ebenfalls nachgelegt. Den Fahrern stand nun ebenfalls ein Automatikgetriebe zur Wahl. Eine spurverbreiterte Hinterachse sowie überarbeitete Feder- und Dämpferabstimmungen verbesserten die Straßenlage.

Im Mai 1976 ordnete das Unternehmen die Ford Capri II-Modellpalette grundlegend neu. Außer Modifikationen an der Ausstattungsstruktur und bei Innenraumdetails ersetzte ein 2,0-Liter-V6-Motor mit 90 PS die 88 PS starke 1600er-Version und erwies sich als Volltreffer.

Als Ersatz für die GT-Variante kam im Mai 1976 der Ford Capri S neu ins Spiel. Neue Styling-Elemente wie der markante Frontspoiler und ein Beifahrer-Außenspiegel rundeten das Erscheinungsbild des Ford Capri S ab, der mit dem Drei-Liter-Top-Triebwerk sowie mit 90 und 108 PS starken 2,0 l-V6-Motoren zu haben war.

Die dritte und letzte Modell-Generation stellte sich im März 1978 der Öffentlichkeit mit neuer Bugpartie samt Halogen-Doppelscheinwerfern und einen Fronthauben-Überhang mit integriertem Spoiler vor. Wie der Versperrungs-Lamellenkühlergrill war diese Technologie von der Studie "Modular Aerodynamic" mit "Droop-Snout"-Front abgeleitet worden, die Ford als Vorboten des Capri III auf dem Genfer Automobilsalon 1976 präsentiert hatte. Im weiteren Verlauf des Jahres 1978 vergrößerte sich die Capri-Antriebspalette um einen Zwei-Liter-Vierzylinder mit 101 PS, der sich durch besondere Kraftstoff-Askese auszeichnete.

Der Ford Capri 2,8 Injection reihte sich 1981 in die Sportlerriege ein. Er ersetzte die Drei-Liter-Version und wurde von den Marketing-Experten als Erbe des legendären 2600 RS positioniert. Die motorische Umsetzung erfolgte über einen neuen 2,8-Liter-V6-Einspritzmotor, der dank einer Leistung von strammen 160 PS in anspruchsvoller Dosierung Dynamik und Fahrerlebnisse erzeugte.

www.ford.de

(ID:45797340)