ZKF-Branchentreff 2019

Die Zukunft gestalten

| Redakteur: Konrad Wenz

Schluss mit Rechnungskürzungen

Der ZKF-Präsident bedankte sich bei den Ausschüssen für ihre Arbeit, dadurch würden immer mehr solcher Themen in den Vorstand gelangen. Der wiederbelebte Querdenkerkreis und das Juniorenseminar würden neue Sichtweisen auf Kernthemen schaffen, zudem würde im Vorstand diskutiert, eine Art „Junge Union“ neben den Vorstand zu stellen.

„Ich lade hiermit alle U35 ein – ihr müsst noch mindestens 30 Jahre arbeiten – und natürlich alle anderen motivierten Mitglieder ebenso: gestaltet eure Zukunft im ZKF mit“, forderte der ZKF-Präsident die Mitgliedsbetriebe auf. Die Branche brauche Lösungen für die Probleme der Werkstätten:

  • Schluss mit Rechnungskürzung,
  • ausreichend Arbeitszeit und keine Phantasiezeiten,
  • Entschädigung der wachsenden administrativen Aufgaben,
  • Finger weg vom Warenhandel
  • auskömmliche Stundensätze.

„Als Berufs- und Wirtschaftsverband sehen wir unsere Aufgabe in der Lieferung von Problemlösungen. Dazu gehören der Branchenbericht, die IFL-Liste, Repair-Pedia, der Euro-DFT, das Onlinetool SOS Rechnungskürzung und die Dienstleistung für Betriebe – DfB von der Eurogarant AG. In Summe seien das alles Verbandsleistungen, die für einen e. V. eher unüblich wären, den Mitgliedern aber enorm helfen und auf die man sehr stolz sein sollte.

Aktuell stehe der Verband inmitten der Erhebungen zur aktuellen IFL-Studie „Chronos“. Chronos messe derzeit in Werkstätten vor Ort an über 900 Aufträgen, die Zeiten, die zur Erledigung eines Auftrages erbracht werden müssten, welche aber nicht in den operativen Zeitvorgaben der Hersteller aufgelistet seien. „Über 60 Tätigkeiten stehen auf dieser Erfassungsliste, alles Positionen, die der Autohersteller nicht berücksichtigt, wir aber zur Abarbeitung des Auftrages benötigen. Wer mehr wissen möchte, dem empfehle ich auf die ZKF Online News zu achten, oder das Jahresmagazin des ZKF zu lesen“, sagte Börner..

In Summe bleibe festzustellen, dass die Versicherungen endlich begreifen müssten, dass der aktuelle Regulierungs- und Kürzungswahn zu dramatischen Betriebsergebnissen und zu schlechteren Voraussetzungen in der Zukunft führe. „4,6 Prozent Ertrag vor Steuern, Abschreibung und Investition lassen laut dem aktuellen ZKF Branchenbericht am Ende in der Tasche des Unternehmers null Euro. Es bleibt keine Luft zum Leben, zum Investieren, zum Ausbilden und zum Gestalten der Zukunft. Tarifverhandlungen mit Nullrunden als Ergebnis werden gefeiert, dabei laufen uns die eigens ausgebildeten Mitarbeiter reihenweise weg", beschrieb der ZKF-Präsident. Gleichzeitig weise die HUK-Coburg ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 565 Millionen Euro aus! Die Allianz ein Gleiches vor Steuern von 10,4 Milliarden Euro. „Wohlgemerkt, Ergebnis. Unternehmensberater Stefan Höslinger hat auf den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen vorgerechnet, dass die Versicherungsprämie gerade mal 2 Euro steigen muss,damit der Betrieb 10 Euro mehr für die Stunde bekommen kann – viele Probleme der Werkstätten bzgl. Fachkräftemangel und Investition wären gelöst", unterstrich Börner.

Zum Ende seiner Grundsatzrede machte der ZKF-Präsident noch auf die im nächsten Jahr anstehenden Wahlen aufmerksam. „Wenn Ihr hier im Saal mitbestimmen möchtet, wer euch ab dem nächsten Jahr im Vorstand und als Präsident vertritt, dann müsst ihr auf die Innungsversammlungen gehen und eure Stimme dort abgeben. Für mich persönlich gibt es zahlreiche Gründe, erneut zur Wahl anzutreten", erklärte Börner. Es gebe viele Aufgaben, aktuell und in der Zukunft, welche er gerne mit den Mitgliedern gemeinsam gestalten wolle. „Bindet euch bitte mit ein, lest die Informationen vom ZKF, und ich sage euch zu, dass wir weiterhin in dieser Geschwindigkeit anpacken und die Zukunft gestalten. Lasst sie uns angehen, die Zukunft, sie gehört denen die mitmachen, also uns" appellierte Börner.

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