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Dieselfahrzeuge im Abseits

| Autor: Konrad Wenz

KÜS-Geschäftsführer Peter Schuler stellte die aktuellen Ergebnisse der Trend-Tacho-Befragung vor.
KÜS-Geschäftsführer Peter Schuler stellte die aktuellen Ergebnisse der Trend-Tacho-Befragung vor. (Bild: Wenz)

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Die aktuelle Umfrage des Trend-Tacho von KÜS bestätigt die schwindende Kaufabsicht für Dieselfahrzeuge bei Neu- und Gebrauchtwagenkunden. Die Verunsicherung unter den Autofahrern ist durch die Spekulationen um die ungewisse Zukunft des Diesels groß. Drohende Fahrverbote und der Wertverlust sind somit auch die Hauptargumente der befragten Autofahrer. Auch beim Erwerb von Elektrofahrzeugen ist der potentielle Kunde eher verhalten. Hier ist vor allem die fehlende oder nicht deutlich kommunizierte Information über die Kaufprämie ein Grund. Diese Ergebnisse präsentierte der KÜS-Geschäftsführer Peter Schuler am Dienstag zur KÜS-Pressekonferenz während der IAA. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 3,35 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, davon unter anderem 1,54 Millionen Diesel und 11.410 Elektrofahrzeuge. Der Gesamtbestand an Personenkraftwagen betrug am 1. Januar 2017 rund 45,8 Millionen Fahrzeuge, davon 30 Millionen Benziner, 15 Millionen Diesel und 34.000 Elektrofahrzeuge. Soweit die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes. Dieselfahrzeuge werden durch die Diskussion um Fahrverbote an Wert verlieren. Dieser Meinung sind 92 % der vom KÜS Trend-Tacho befragten Neuwagenkunden. Rund 78 Prozent wollen wegen drohender Fahrverbote keinen Diesel kaufen. An die Umwelt denken beim Autokauf 66 Prozent und 59 Prozent halten ein Fahrverbot für Diesel in manchen Städten für sinnvoll. 21 Prozent der Autofahrer, die aktuell einen Diesel haben und sich mit dem Gedanken an einen Neuwagenkauf beschäftigen, wollen das bestehende Fahrzeug wegen des Wertverlustes schnell loswerden, 18 Prozent wegen des drohenden Fahrverbots. Der Trend Tacho hat die Autofahrer ebenfalls zum Thema Elektromobilität befragt. Inzwischen gibt es eine Kaufprämie von 4.000 Euro für reine Elektrofahrzeuge und von 3.000 Euro für Plug-In-Hybride. Bereitgestellt sind 1,2 Milliarden Euro, hälftig getragen vom Bund und von den Herstellern. Das reicht für bis zu 400.000 Fahrzeuge, laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). 75 Prozent der Neuwagenkäufer haben von der Prämie gehört, 2 Prozent haben sie genutzt oder ihre Nutzung in Erwägung gezogen und 23 Prozent wissen nichts von der Prämie. Die Umfrage wurde im August 2017 vom Kölner Institut BBE Automotive GmbH durchgeführt. Zur Anwendung kam die Mixed-Mode-Befragung, 300 Pkw-Fahrer wurden telefonisch befragt, 700 online. Zielpersonen waren Pkw-Fahrer die im Haushalt für Fragen rund um das Auto (Anschaffung, Reparatur und Wartung) mitverantwortlich sind. Die Gewichtung der Befragungsergebnisse erfolgte mit Bestandsdaten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA), Bestandsanteile Pkw-Marken und Alterssegmente.

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