Bundesverband der Partnerwerkstätten BVdP Digitalisierung der Schadenwelt

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Slawa Schaub

Eine Podiumsdiskussion während der vierten Netzwerkstatt des BVdP thematisierte dieses Jahr den Megatrend in der Schadenabwicklung: Die Digitalisierung.

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Die digitale Schadenabwicklung war das Thema der Diskussionsrunde.
Die digitale Schadenabwicklung war das Thema der Diskussionsrunde.
(Foto: Wenz)

Im Februar hatte der Bundesverband der Partnerwerkstätten (BVdP) nun schon zum vierten Mal zum Netzwerken eingeladen. Den Branchentreff nutzen immer mehr Werkstätten, Versicherungen, Schadensteuerer und Dienstleister zum „Miteinander reden“. Das Konzept des BVdP ist damit voll aufgegangen. Auch in diesem Jahr gab es wieder eine ergänzende Podiumsdiskussion, die den Mega­trend in der Schadenabwicklung thematisierte: die Digitalisierung. Unter der Moderation von Christian Simmert von Twin Media erörterten Erik Jahn (Audatex), Jörg Breuer (Control Expert), Jens Nietzschmann (DAT), Reinhard Beyer (HOB Gruppe), Thomas Geck (HUK Coburg) und Steffen Struwe (Innovation Group), wie weit die Digitalisierung in der Schadenabwicklung bereits fortgeschritten ist. Obwohl es einige schon relativ weit entwickelte Ansätze gibt, beispielsweise die Schadenaufnahme per App, waren sich die Diskutanten einig, dass die Digitalisierung erst am Anfang stehe. Denn nach wie vor gebe es bei einigen Versicherern den Abwicklungsprozess per Fax. Reinhard Beyer bemängelte in der Diskussion, dass die Werkstatt die gesamte Bandbreite beherrschen müsse: vom Fax bis zur App. Das bestätigte auch Steffen Struwe, dessen Unternehmen mit mehr als 40 Versicherern zusammenarbeitet: „Es gibt sehr viele Varianten in der Schadenabwicklung, das reicht quasi von der Brieftaube bis zur App.“ Auch die Werkstattpartner seien längst noch nicht auf eine rein digitale Abwicklung eingestellt.

Beyer gab zu bedenken, dass es immer noch viele Systeme gebe, die nicht miteinander kommunizieren können. Der Markt sei unüberschaubar. Zudem sei es für die Mitarbeiter im Betrieb äußerst schwierig, sich ständig auf einen anderen Abwicklungsprozess einstellen zu müssen. Einigkeit herrschte in dem Punkt, dass die Digitalisierung der Prozesse weiter voranschreiten würde.

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