VDA/IAA Nutzfahrzeuge

"Driving Tomorrow"

| Redakteur: Marion Fuchs

(Bild: IAA/VDA)

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Mit mehr Ausstellern, mehr Fläche und mit mehr Weltpremieren ging die IAA Nutzfahrzeuge 2018 zu Ende. Im Mittelpunkt standen Digitalisierung, Vernetzung, Automatisierung und Elektromobilität. Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), sah auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Messe die Nutzfahrzeugbranche im Aufbruch und übte Kritik an unrealistischen CO2-Minderungszielen für schwere Lkw.

Er hält die CO2-Ziele für schwere Nutzfahrzeuge im EU-Regulierungsentwurf für nicht realistisch. Mattes sagte dazu: "Diese Industrie ist hoch innovativ – und sie steht mitten im beinharten Wettbewerb. Aber sie benötigt auch die entsprechenden Rahmenbedingungen, damit sie weiterhin erfolgreich sein kann.

Produktzyklen länger als bei Pkw

Weiterhin hält Matthes eine massive CO2-Reduktion bei schweren Nutzfahrzeugen, die für die gesamte EU gilt und innerhalb weniger Jahre durchgeführt werden soll für alles andere als einfach umzusetzen. Die Produktzyklen eines Lkw seien länger als beim Pkw, zudem müsse sich jede Investition eines Transportunternehmens rechnen. Eine Bestandserneuerung ginge nicht über Nacht. Noch ein Unterschied zum Pkw-Segment, so der VDA-Präsident: "Im Transporterbereich wird die E-Mobilität schneller kommen; beim Fernverkehr wird es aber wesentlich länger dauern, bis der Elektroantrieb den Diesel in großem Umfang ersetzen kann." Auch deshalb sieht der Verband wir die geplante CO2-Regulierung für schwere Nutzfahrzeuge, die die EU-Kommission vorgelegt hat, mit großer Besorgnis.

Matthes betone aber auch, dass die Nutzfahrzeugindustrie die Herausforderungen des Klimaschutzes annimmt. Sie habe sich stets für mehr Transparenz und eine realistische Regulierung für schwere Lkw ausgesprochen. Aber der Regulierungsentwurf berücksichtige in wesentlichen Punkten nicht die Bedingungen des Nutzfahrzeugmarktes, und er spiegele die Entwicklungszeiten nicht angemessen wider. Die definierten CO2-Minderungsziele –minus 30 Prozent bis 2030, minus 15 Prozent bis 2025 – seien nicht realistisch.

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