Identica ERFA-Tagung 2017

Redakteur: Marion Fuchs

Das europaweite Werkstattsystem für Karosserie- und Lackierbetriebe tagte am Nürburgring mit Partnerbetrieben, Versicherern und Schadensteuerern.

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Das Highlight auf der ERFA 2017: Die Präsentation des Rennwagens BMW M235iR im Identica-Design.
Das Highlight auf der ERFA 2017: Die Präsentation des Rennwagens BMW M235iR im Identica-Design.
(Bild: Identica)

Auf der Identica-ERFA-Tagung am Nürburgring Mitte März steckten die rund 200 Teilnehmer die Ziele für die nächsten Jahre fest. Zeitgemäße Marketing-Konzepte, Ausbau des Flottengeschäftes, zielgerichtete Schulungen und die klare Ausrichtung auf weitere Effektivitätssteigerung in den Betrieben lautete die Parole, die Netzwerkemanager Karsten Stöcker von Axalta Coating Systems an die Identica-Betriebe ausgab.

Werkstätten müssten bei wichtigen Zielgruppen als attraktiver Partner wahrgenommen werden. Vor allem bei Flotten und Versicherern gelte es den Stellenwert auszubauen, so Stöcker weiter. Dazu erhielten die Betriebe während der Tagung praktische Hinweise zum Umgang mit der Netzwerkmanagement-Software RepScore.net. Mit dem webbasierten System soll sich die Präsenz der teilnehmenden Betriebe bei potenziellen Auftraggebern im Flotten- und Versicherungsmarkt erhöhen lassen. Werkstätten tragen ihr Leistungsprofil und ihre betrieblichen Kernkompetenzen in RepScore.net ein. Anhand dieser Daten wählen Auftraggeber den Werkstattpartner in ihrer Region aus.

Passend zum Veranstaltungsort stellte das Identica-Team sein neuestes Marketing-Instrument vor. Ein BMW M235iR mit 333 PS im Design des Werkstattsystems wird in dieser Saison auf dem Nürburgring bei der VLN-Langstreckenmeisterschaft sowie bei dem ADAC Zürich 24h-Rennen an den Start gehen.

Leichtbau, Digitalisierung und Branchengespräche

Verschiedene Impulsreferate erläuterten die aktuellen Entwicklungen in der Branche. Sven Radek, Group Leader im Bereich Prozesse und Anwendungen bei Axalta Coating Systems, gab Einblicke in die Zukunft der Automobil-Reparatur. Zunehmende Anteile im Leichtbau sowie wandlungsfähige Lacke werden K&L-Betriebe vor neue Herausforderungen stellen. Herausforderungen – an dieses Stichwort knüpfte der Vortrag von Neofitos Arathymos an. Der ZDK-Geschäftsführer legte dar, wie sich durch die Digitalisierung der Branche die Prozesse und Kundenbeziehungen der Betriebe ändern werden. „Auch hierauf müssen Sie sich mit Ihrer Werkstatt heute schon einstellen, wenn Sie mit diesen Entwicklungen Schritt halten wollen“, betonte er.

Auf die steigende Zahl von Kleinschäden sei das Unternehmen bereits vorbereitet. Karsten Stöcker präsentierte ,LackExpress‘, ein Marketingkonzept für Smart-Repair. Identica unterstützt damit seine Partnerbetriebe, das Thema Kleinschadenreparatur bei den Autofahrern als Leistung anzubieten und zu verkaufen.

Zusätzlich zu den mehr als 140 Partnerbetrieben hatte die Systemzentrale Vertreter von Versicherern und Schadensteuerern zur Tagung eingeladen. Die Möglichkeiten zum gegenseitigen Austausch wurden, laut Firmenangaben, beidseitig rege genutzt.

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