Daimler Trucks

Erfolgreiches Jahr

| Redakteur: Marion Fuchs

In Europa haben Mitte Dezember DHL, DB Schenker, Rhenus und Dachser neue eCanter übernommen.
In Europa haben Mitte Dezember DHL, DB Schenker, Rhenus und Dachser neue eCanter übernommen. (Bild: Daimler Trucks)

Daimler Trucks konnte, nach eigenen Angaben, die Auslieferungen in den ersten elf Monaten des Jahres 2017 im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 422.500 Einheiten steigern. Auf Basis erster Daten aus dem Dezember geht der LKW-Bauer davon aus, das Gesamtjahr mit einem Absatz in der Größenordnung von 465.000 Fahrzeugen abzuschließen (i.V. 415.100). Die endgültigen Absatzzahlen sollen zur Jahrespressekonferenz am 1. Februar 2018 vorliegen.

Getragen wurde das Absatzplus von der positiven Absatzentwicklung in der NAFTA-Region. Dort steigerte der Konzern den Absatz in den ersten elf Monaten um zwölf Prozent auf 150.600 (i.V. 134.200) Einheiten.

Auch in der Region EU 30 (Europäische Union, Schweiz, Norwegen) konnte Daimler Trucks zulegen. Von Januar bis November bislang um drei Prozent auf 73.600 (i.V. 71.100) Einheiten.

Aufgrund des verbesserten Investitionsklimas und optimierter Händlerstruktur, konnten die Auslieferungen in Russland auf 7.800 (i.V. 2.200) Lkw mehr als verdreifacht werden (+254 Prozent). In der Türkei konnte Daimler ein Plus verzeichnen und lag mit 9.500 (i.V. 7.900) ausgelieferten Fahrzeugen um 20 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

In Lateinamerika lag der Absatz in den ersten elf Monaten mit 27.300 (i.V. 25.100) Lkw um neun Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Einen wesentlichen Beitrag lieferte Argentinien mit 5.200 (i.V. 3.500; +47 Prozent) ausgelieferten Fahrzeugen.In Brasilien konnten die Verkäufe mit 12.200 (i.V. 11.200) Fahrzeugen um acht Prozent gesteigert werden.

In Asien stieg der Absatz insgesamt um 18 Prozent auf 132.400 (i.V. 112.600) Lkw.

In Japan dagegen lagen die Verkäufe unter dem Vorjahreswert. In Indonesien profitierte Daimler Trucks von der Wachstumsdynamik im lokalen Lkw-Gesamtmarkt. Die Verkäufe der ersten elf Monate lagen mit 37.600 Einheiten (+54 Prozent) über dem Vorjahresabsatz von 24.400 Lkw.

In Indien blieb der Markt, bedingt durch regulatorische und steuerliche Änderungen im ersten Halbjahr hinter dem Vorjahr zurück. Der Absatz der Marke Bharat Benz konnte aber gesteigert werden. Von Januar bis November wurden dort 15.200 (i.V. 12.100; +26 Prozent) Fahrzeuge ausgeliefert.

Im Fahrzeugmarkt China hält Daimler einen Anteil von 50 Prozent am Joint Venture Beijing Foton Daimler Automotive Co. Ltd. (BFDA), dem Hersteller von mittelschweren und schweren Lkw der Marke Auman. Der Auman Absatz lag in den ersten elf Monaten mit 104.600 (i.V. 68.800; +52 Prozent) Lkw ebenfalls über den Verkäufen des Vorjahrs. Der Joint Venture-Absatz ist nicht im Konzernabsatz von Daimler Trucks konsolidiert.

Elektrisch und vernetzt

Neben dem Absatzerfolg in den Märkten arbeitete die Entwicklungsmannschaft an der Elektrifizierung der Schwer-Lkw von Mercedes-Benz. Bereits 2018 sollen vollelektrische Schwer-Lkw für den Verteilerverkehr im realen Einsatz sein. Im engen Austausch mit den Kunden wird die Marktreife und Serienproduktion angestrebt.

Vom vollelektrischen Leicht-Lkw Fuso eCanter wurden 2017 bereits erste Fahrzeuge aus der Serienproduktion an Kunden übergeben. In den USA fahren Fuso eCanter für das Logistikunternehmen UPS, in Japan setzen die Supermarkt-Kette Seven-Eleven Co., Ltd. und Yamato Transport den eCanter in ihren Flotten ein. In Europa haben Mitte Dezember die global agierenden Logisitik-Unternehmen DHL, DB Schenker, Rhenus und Dachser neue eCanter übernommen. Innerhalb der nächsten Jahre plant Fuso, insgesamt 500 Lkw dieser Generation an ausgewählte Kunden zu liefern. Die Großserienproduktion ist für 2019 geplant.

In den USA wird der Einsatz von digital gekoppelten Trucks erprobt, das sogenannte Platooning. Beim Truck Platooning erhöhen Konnektivität und automatisiertes Fahren die Sicherheit bei hintereinander fahrenden Lkw, entlasten die Fahrer und verbessern die Kraftstoffeffizienz durch verringerte Fahrzeug-Abstände. Ab 2018 will Daimler Trucks North America das digitale Koppeln von Lkw im realen Transportalltag gemeinsam mit großen Flottenkunden testen.

Nach erfolgreicher Demonstration der i-Systeme Highway Pilot und Highway Pilot Connect, welche Platooning von Lkw ermöglichen, stellte die Lkw-Sparte einen weiteren Entwicklungsschritt auf dem Weg zum voll vernetzten und autonom arbeitenden Nutzfahrzeug vor: Auf einem Flugfeld wurde ein automatisierter Schneeräum-Einsatz auf Flughäfen praktisch umgesetzt. Das fahrerlose Fahren in Minen und auf Container-Terminals sind ebenfalls denkbar.

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