Nutzfahrzeuge Europaweite Nachfrage um acht Prozent gestiegen

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Slawa Schaub

Neuzulassungen an Nutzfahrzeugen sind im März den 15. Monat in Folge angestiegen: Trotz geringem Verkaufszeitraum legten sie um 7,6 Prozent auf 249.000 Stück zu.

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Die Zahl der europaweiten Neuzulassungen an Nutzfahrzeugen nimmt weiter hin stark zu.
Die Zahl der europaweiten Neuzulassungen an Nutzfahrzeugen nimmt weiter hin stark zu.
(Foto: Archiv)

Im März hat der Nutzfahrzeugmarkt wie in den Vormonaten deutlich zugelegt: Insgesamt seien in Europa (EU plus Efta) knapp 249.000 Fahrzeuge neu auf die Straße gekommen, im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 7,6 Prozent. Das teilte der europäische Händlerverband Acea mit. Alle Segmente entwickelten sich besser als zwölf Monate zuvor. Im Vergleich zu den Vormonaten fiel das Plus etwas schwächer aus. Ein wesentlicher Grund dafür sind die Osterfeiertage: Während sie im vergangenen Jahr im April gefeiert wurden, fielen sie 2016 in den März. In der Folge gab es weniger Verkaufstage als im Vorjahr.

Zur positiven Entwicklung im März trugen West- und Osteuropa bei: Während in den westlichen Staaten die Nachfrage um 7,4 Prozent auf knapp 222.000 Einheiten zulegte, wuchs sie in Osteuropa um 15,9 Prozent auf gut 20.100 Neuzulassungen.

Nur in wenigen Märkten war die Nachfrage rückläufig. Spanien war unter den Big Five mit einem Minus von 0,6 Prozent die Ausnahme. Griechenland (–30,1 %), Lettland (–7,6 %) und Tschechien (–3,3 %) mussten zwar ein wesentlich größeres Minus verkraften, sind aber von ihrer Größe weniger bedeutend.

Wesentlich besser entwickelten sich die anderen Märkte: Deutschland (+2,6 %), Großbritannien (+3,2 %) und Frankreich (+6,4 %) legten einstellig zu, in Italien (+29,3 %) wuchs die Nachfrage sogar deutlich zweistellig.

Dazu haben alle Segment beigetragen. Das größte Plus verbuchten die schweren Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen. Mit europaweit knapp 28.500 Neuzulassungen konnte der Vorjahreswert um 12 Prozent übertroffen werden. In der Folge liegen die Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen, zu den auch die schweren Lkws zählen, mit einem Plus von 11 Prozent auf knapp 35.000 Stück deutlich im Plus.

Die großen Märkte sind bei den schweren Nutzfahrzeugen alle im Plus: Großbritannien (+0,9 %) und Deutschland (+1,2 %) nur ganz leicht, dafür Spanien (+9,3 %), Frankreich (+18,6 %) und Italien (+25,2 %) umso mehr.

Etwas geringer fielen die Zuwachsraten bei leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen aus. Sie legten um 7,2 Prozent zu auf knapp 210.000 Transporter. Während Deutschland (+3,0 %), Großbritannien (+3,3 %) und Frankreich (+5,0 %) noch ein Plus verbuchen, lag Spanien mit –1,3 Prozent leicht unter dem Vorjahr.

Unter den fünf größten Ländern konnte lediglich Italien das Vorjahresergebnis deutlich übertreffen: Hier stiegen die Neuzulassungen um mehr als 32 Prozent auf rund 15.000 Transporter.

Am geringsten fiel das Plus bei den Stadt- und Reisebussen über 3,5 Tonnen aus. Europaweit kamen 3.911 Busse erstmals auf die Straße, im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 1,5 Prozent. Deutschland (+10,5 %) und Frankreich (+12,7 %) waren deutlich im Plus, Spanien (–20,4 %) und Italien (–39,3 %) noch deutlicher im Minus.

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