Fahrzeugscan schützt vor Betrug und Fehlkauf

Redakteur: Slawa Schaub

Aktive Thermografie aus der Luft- und Raumfahrttechnik soll künftig auch bei historischen Automobilkarosserien angewandt werden. Schäden unter der glänzenden Lackoberfläche lassen sich damit schnell entdecken.

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Oben: Fahrzeugscan Porsche 356 im Erstlack, die dunkelblauen Bereiche zeigen die Verzinnung ab Werk. Unten: Porsche 356 Verzinnung ab Werk.
Oben: Fahrzeugscan Porsche 356 im Erstlack, die dunkelblauen Bereiche zeigen die Verzinnung ab Werk. Unten: Porsche 356 Verzinnung ab Werk.
(Foto: Carl Messtechnik)

Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat auf der Techno Classica in Zusammenarbeit mit Carl Messtechnik den Thermografie-Fahrzeugscanner präsentiert. Seit Jahren schon setzt man diese Technik erfolgreich bei der Materialprüfung in der Luft- und Raumfahrttechnik ein. Für die Karosserieuntersuchung und -bewertung eröffnen sie jetzt laut den Entwicklern neue Möglichkeiten. Mit ihr kann man „unter“ den Lack sehen und so möglicherweise schlecht instand gesetzte oder verpfuschte Arbeiten erkennen.

Anders als die herkömmliche punktuelle Lackschichtenmessung arbeitet die aktive Thermografie berührungslos. Auch erfasst diese Methode das komplette Fahrzeug und liefert die Messergebnisse in einem Bildformat. Das Gerät kann Karosserien aus Stahlblech, Aluminium, GFK, CFK und folierte Fahrzeuge prüfen.

Im Mai 2016 eröffnet die erste GTÜ-Oldtimerprüfstelle mit Thermografie-Fahrzeugscanner unter der Leitung der Experten Blindeck + Feck in der Oldtimer Remise Gut Keinemann in Bergkamen-Rünthe.

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