Mahle Fast-Lane-Kalibrierung

Von Steffen Dominsky

In Sachen Kalibriersysteme haben Werkstätten mittlerweile reichlich Auswahl. Dabei versprechen digitale Konzepte neben Vorteilen in der Handhabung vor allem eingesparte Arbeitszeit. Ein System, das dieses Versprechen hält, ist das Tech-PRO ADAS 2.0 von Mahle.

Das Tech-PRO ADAS 2.0 von Mahle projiziert Tafelmotive zum Kalibrieren von Windschutzscheibenkameras auf einen 65" großen Flachbildschirm. Dabei ermöglicht die „Keystone-Technologie“ Werkstätten eine deutlich schnellere Ausrichtung des Fahrzeugs zum Kalibriergestell.
Das Tech-PRO ADAS 2.0 von Mahle projiziert Tafelmotive zum Kalibrieren von Windschutzscheibenkameras auf einen 65" großen Flachbildschirm. Dabei ermöglicht die „Keystone-Technologie“ Werkstätten eine deutlich schnellere Ausrichtung des Fahrzeugs zum Kalibriergestell.
(Bild: Dominsky/»kfz-betrieb«)

Bislang Experte im Bau von hochwertigen Motorkomponenten für Automobilhersteller, jetzt auch im Bau von ebensolchen Werkzeugen für Werkstätten: So könnte man Mahles noch relativ junges Engagement im Aftermarket beschreiben. Hightech bietet auch das Kalibriergerät „Tech-PRO Digital ADAS 2.0“ für Fahrerassistenzsysteme („FAS“, engl.: ADAS) des Konzerns. Es ist – ohne den Begriff überstrapazieren zu wollen – das innovativste, das es aktuell in Sachen FAS-Kalibrierung gibt. Zwar setzen neben dem Stuttgarter Unternehmen mittlerweile auch andere Anbieter auf einen Bildschirm anstatt auf „echte“ Tafeln. Doch Mahle geht einen entscheidenden Schritt weiter und hebt sich mit seinem Ansatz von allen Mitbewerbern ab. Denn während die Nutzer aller anderen Systeme diese stets mehr oder minder mühselig im rechten Winkel zum Fahrzeug ausrichten müssen, sagen die Mahle-Konstrukteure: „Bei uns völlig wurscht!“

Mit anderen Worten: „Beim Tech-PRO ADAS spielt es keine Rolle, ob Kalibriersystem und Fahrzeug rechtwinklig zueinander stehen. Selbst auf den korrekten Abstand kommt es nur im groben Rahmen an“, erklärt Andree Schultze, Key-Account-Manager Mahle Aftermarket. Eine besondere Technik, genannt „Keystone-Technologie“, macht es möglich. Sie sorgt dafür, dass das entsprechende Kalibriertafelmotiv nicht wie die anderen Systeme „gerade“ auf dem Bildschirm erscheint, sondern bei Bedarf schief steht. Das heißt, so schief, wie Auto und Kalibriergestell schief zueinander stehen. Durch den errechneten proportionalen Versatz erscheint das Tafelbild für die Kamera wiederum „gerade“. Und steht das Gestell näher am Fahrzeug als der Sollwert des Herstellers vorschreibt: ebenso völlig wurscht! Hier rechnet die Technik das Tafelmotiv einfach kleiner. Das ermöglicht es Mahle, sämtliche aktuell am Markt vorhandenen Tafeln auf einem Monitor abzubilden – im Gegensatz zu anderen Anbietern mit einem Monitor oder Beamer.