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Porsche Fast so schnell wie Tanken

| Redakteur: Marion Fuchs

Das Forschungsfahrzeug des Stuttgarter Autobauers erreichte im Projekt „FastCharge“ als erster PKW Ladezeiten von unter drei Minuten für die ersten 100 Kilometer Reichweite.

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In der Nähe der A8 zwischen Ulm und Augsburg wurde der Prototyp einer Ladestation mit einer Leistung von bis zu 450 kW installiert.
In der Nähe der A8 zwischen Ulm und Augsburg wurde der Prototyp einer Ladestation mit einer Leistung von bis zu 450 kW installiert.
(Bild: Porsche )

Das Laden von Elektrofahrzeugen könnte bald fast so schnell erfolgen wie heute das Betanken mit Kraftstoff. Dies ist ein Zwischenergebnis des Forschungsprojektes „FastCharge“, an dem Porsche beteiligt ist. Mitte Dezember wurde in Jettingen-Scheppach, in der Nähe der A8 zwischen Ulm und Augsburg, der Prototyp einer Ladestation mit einer Leistung von bis zu 450 kW vorgestellt. Die Ladesäulen können sowohl für Autos mit 400-Volt- als auch 800-Volt-Batteriesystemen eingesetzt werden. Die jeweils bereitgestellte Ladeleistung passt sich automatisch der maximal zulässigen Ladeleistung des Fahrzeugs an. Das Porsche-Forschungsfahrzeug im Projekt „FastCharge“ erreicht als erster PKW eine initiale Ladeleistung von 400 kW und ermöglichte damit Ladezeiten von unter drei Minuten für die ersten 100 Kilometer Reichweite. Möglich macht dies ein innovatives Kühlsystem, das für eine gleichmäßige und schonende Temperierung der Batteriezellen sorgt. Die neue Ladestation ist für Elektro-Modelle aller Marken mit der in Europa üblichen Typ-2-Variante des weltweit verbreiteten Combined Charging System (CCS) geeignet und kann ab sofort kostenlos genutzt werden.

Das im Juli 2016 initiierte Forschungsprojekt „FastCharge“ wird mit insgesamt 7,8 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Umsetzung der Förderrichtlinien wird von der Nationalen Organisation Wasserstoff-und Brennstoffzellentechnologie (NOW) koordiniert. Zum Industriekonsortium gehören als Automobilhersteller die BMW Group und die Porsche AG, als Betreiber die Allego GmbH, die Phoenix Contact E-Mobility GmbH (Ladetechnik) sowie die Siemens AG (Elektrotechnik). Mit schnellen und komfortablen Ladelösungen steigt die Attraktivität der Elektromobilität. Die Erhöhung der verfügbaren Ladeleistung auf bis zu 450 kW ermöglicht eine deutliche Verkürzung der Ladezeiten. Die Ladeleistung an den neuen Fastchargern ist drei- bis neunmal so hoch wie an den bisherigen DC-Schnellladestationen. Im Rahmen des Forschungsprojektes wird untersucht, welche technischen Voraussetzungen bezüglich Fahrzeugen und Infrastruktur erfüllt werden müssen, um die extrem hohen Ladeleistungen einsetzen zu können.

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