Frank Beaujean bleibt Präsident des ASA-Verbands

Autor / Redakteur: Ottmar Holz / Ottmar Holz

Beim jährlichen ASA-Pressegespräch informiert der Verband üblicherweise über die aktuelle Lage und neue wirtschaftliche und technische Trends – diesmal auch ganz unspektakulär über eine wichtige Personalie.

Firma zum Thema

Frank Beaujean steht dem ASA-Verband weiterhin als Präsident vor.
Frank Beaujean steht dem ASA-Verband weiterhin als Präsident vor.
(Bild: Richard Linzing)

„Frank Beaujean ist mein neuer Kollege als Geschäftsführer der Asanetwork GmbH.“ Mit diesen Worten beendete Peter H. Rehberg, Fachbereichsleiter Messen und Ausstellungen und Geschäftsführer der Asanetwork GmbH, im Rahmen des ASA-Pressegesprächs in Frankfurt die unklare Situation des amtierenden ASA-Präsidenten. Die diesjährige Veranstaltung fand im Torhaus der Messe Frankfurt statt, der Direktor der Automechanika, Olaf Mußhoff eröffnete das Treffen mit seinem Grußwort an die Teilnehmer. Beaujean war unlängst von seinem bisherigen Arbeitgeber freigestellt worden (kfz-betrieb berichtete). Beaujean soll als 2. Geschäftsführer von Asanetwork das europaweite Geschäft vorantreiben und einen Werkstattstandard auf europäischer Ebene etablieren. Er folgt auf Bernhard Gött, der die Firma verlassen hat.

Die Chancen dafür stehen gut, das Asanetwork-Normformat dürfte sich mit Unterstützung der EGEA als europäischer Vernetzungsstandard durchsetzen. Wir wollen, dass europaweit alle Werkstattgeräte eine einheitliche Protokollsprache sprechen,“ verdeutlichte Beaujean das Ziel des Verbands.

Entwarnung beim Bremsprüfstand – oder nicht?

Eine verhalten zuversichtliche Einschätzung gab Beaujean zu einem der derzeit drängendsten Thema der KFZ-Branche ab: Die Zahl der durchgeführten Kalibrierungen dürfte 2017 die 8.000er-Marke übertreffen, das erreichbare Ziel sei eine Kapazität von ca 20.000 bis 25.000 Kalibrierungen. Die Lieferfähigkeit der Mitgliedsbetriebe sei mit 6.000 neuen Prüfständen sehr hoch, einen weiteren Fertigungskapazitätsaufbau hält Beaujean jedoch für unwahrscheinlich. Nach neuesten Schätzungen sollen sich vermutlich bis zu 55.000 Altprüfstände in deutschen Werkstätten befinden, berichtete der ASA-Präsident.

Drei,zwei,eins..Endrohrmessung

ASA-Vizepräsident Harald Hahn begrüßt die Wiedereinführung der Endrohrprüfung bei der AU. Er wies in diesem Zusammenhang sofort auf die neue Eingabe der 90-Prozent-Nenndrehzahl direkt aus dem Fahrzeugschein hin.

Gerätetechnisch sieht Hahn kaum Probleme auf die Werkstätten zukommen, da etwa 70 bis 80 Prozent der AU-Geräte die von der PTB noch zu definierende Genauigkeitsklasse Null bereits erfüllen.

Eine Messung des problematischen NOx-Ausstoßes wird es in absehbarer Zeit jedoch nicht geben, da bis jetzt noch keine werkstattaugliche Prüfprozedur (unter Last) gefunden wurde. Entsprechende Studien des Umweltbundesamtes sind noch in Arbeit, berichtete Hahn.

(ID:44992792)