Suchen

Freie: Vorsicht bei Leasingfahrzeugen

| Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Reparaturen an Leasingautos und an Fahrzeugen mit laufender Garantie können für freie Betriebe Probleme aufwerfen. Nicht immer dürfen sie ohne Weiteres die Arbeiten durchführen.

Firma zum Thema

Die Reparatur von Leasingfahrzeugen stellt freie Werkstätten vor besondere Herausforderungen.
Die Reparatur von Leasingfahrzeugen stellt freie Werkstätten vor besondere Herausforderungen.
(Foto: Wenz)

Reparaturen an Leasingfahrzeugen können zu unvorhergesehenen Komplikationen führen. Hiermit beschäftigen sich die Würzburger Karosserie- und Schadenstage am 17./18. April im Vogel Convention Center.

Mit Problemen ist zum Beispiel zu rechnen, wenn der Versicherungsvertrag die Reparatur durch eine freie, vom Kaskoversicherer zu bestimmende Werkstatt vorsieht, während der Leasingvertrag die Inanspruchnahme einer autorisierten Vertragswerkstatt vorschreibt.

Hierzu liegt – soweit ersichtlich – keine Rechtsprechung vor. Freie Werkstätten dürfen nach den üblichen Leasing-AGB Reparaturarbeiten nur durchführen, wenn ein vom Hersteller anerkannter Betrieb nicht oder nur unter unzumutbaren Schwierigkeiten erreichbar ist.

Welche Folgen auf die Werkstatt zukommen, wenn sie gegen das „Notfallgebot“ verstößt, ist ebenfalls noch nicht geklärt. Höchstrichterlich unbeantwortet ist schließlich auch die für die tägliche Praxis wichtige Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen sogenannte „130-%-Reparaturen“ an geleasten Fahrzeugen durchgeführt werden dürfen.

Mit all diesen Fragen wird sich Rechtsanwalt Dr. Kurt Reinking während der Würzburger Karosserie- und Schadenstage im Vogel Convention Center am 17./18. April 2015 näher befassen. Der Rechtsexperte wird den Werkstätten zudem konkrete Handlungsanweisungen zur Verfügung stellen. »kfz-betrieb« veranstaltet das Branchenevent gemeinsam mit den Sponsoren Adelta Finanz AG, Automechanika Frankfurt, Carbon, DAT, Dekra und Standox.

Darüber hinaus referiert Reinking zum Thema Reparaturen an Leasingfahrzeugen und an Fahrzeugen mit laufender Garantie oder Gewährleistung. Sind die Fristen noch nicht abgelaufen, dann müssen Kfz-Werkstatt und Kunde unerwartete Spätfolgen einkalkulieren, wenn Instandsetzungsarbeiten an diesen Fahrzeugen durchgeführt werden. In diesen Fällen ist darauf zu achten, dass Gewährleistungs- und Garantieansprüche durch die Reparatur nicht gefährdet werden.

Die Konsequenzen sind unterschiedlich, je nachdem, ob der Kunde das Fahrzeug als Neu- oder Gebrauchtfahrzeug erworben hat, ob der Kaufvertrag von ihm als Verbraucher oder als Unternehmer abgeschlossen wurde und ob er eine Neuwagenanschluss- oder Gebrauchtwagengarantie erhalten hat. Die Reparaturwerkstatt muss damit rechnen, dass ihr entsprechende Erkundigungs-, Hinweis- und Aufklärungspflichten abverlangt werden, bei deren Nichtbefolgung sie sich schadensersatzpflichtig macht.

Verpassen Sie nicht Ihre Chance zur umfassenden Information – zahlreiche namhafte Referenten erwarten Sie. Zudem wird die Veranstaltung von einer großen Ausstellung begleitet. Anmeldung unter: www.karosserie-schadentage.de.

(ID:43312615)