Diagnose Freie Werkstätten sind plötzlich ausgesperrt

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Mit Sicherheitstoren, neudeutsch „Security Gateways“, verschließen mehr und mehr Autobauer ihre Fahrzeuge. Die Folge: Freie Werkstätten sind in Sachen Service- und Diagnosearbeiten immer öfter außen vor. Doch der Markt sucht wie immer nach Lösungen – und findet sie.

Immer häufiger sperren Fahrzeughersteller den freien Zugang zur OBD. Multimarkengeräte rüsten auf.
Immer häufiger sperren Fahrzeughersteller den freien Zugang zur OBD. Multimarkengeräte rüsten auf.
(Bild: VCG)

Jean-Baptiste Poquelin, besser bekannt als Molière, ein französischer Schauspieler und Dramatiker des 17. Jahrhunderts, formulierte es einmal so: „Wo sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere.“ Eine Weisheit, die ziemlich gut ins Hier und Jetzt passt und konkret auf das Thema „Security Gateway“ zutrifft. Gerade für freie Werkstätten schließt sich immer mal wieder ein Tor. Aktuell das des uneingeschränkten Zugangs via OBD-Dose zu beliebigen Fahrzeugsystemen im Rahmen von Wartung und Reparatur.

Wie bereits in »Fahrzeug+Karosserie« Ausgabe 11/2020 berichtet, gehen Autobauer verstärkt dazu über, den bis dato im Prinzip ungehinderten Zugang zu ihren Fahrzeugsystemen via OBD-Dose mehr und mehr zu verbarrikadieren. Leidtragende dieser Praxis: freie Werkstätten, aber auch andere, sogenannte unabhängige Marktbeteiligte („UMBs“), wie z. B. der ADAC.