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Für die Winterzeit ein paar wichtige Tipps zur Gebindelagerung

| Redakteur: Redaktion Fahrzeug + Karosserie

Damit Lackmaterialien ideal funktionieren, müssen sie richtig gelagert werden, besonders jetzt in den Wintermonaten.

(Archiv: Vogel Business Media)
Der Lackhersteller Nexa Autocolor bietet Karosserie- und Lackierbetrieben effektive Praxistipps für die optimale Lagerung von Applikationsprodukten.


Zu kalt, zu warm, nicht optimal verschlossen: „Die fehlerhafte Aufbewahrung von Lackmaterialien kann die Werkstatt einiges kosten“, weiß Sascha Petschke, Trainer bei Nexa Autocolor. „Steht beispielweise das nächste zu beschichtenden Objekt schon applikationsbereit in der Lackierkabine und ist dann das benötigte Lackmaterial etwa durch unsachgemäße Vorratshaltung unbrauchbar, hat das negative Konsequenzen für die gesamte Auftragsabwicklung, die Prozessabläufe sowie die Kostenstruktur des Betriebes.“


Eine optimale Lagerung von Beschichtungsmaterialien dagegen wirkt sich sowohl positiv auf Instandsetzungsergebnisse als auch auf den gesamten Betrieb aus. „Wir stellen jedoch häufig fest, dass in den Werkstätten Unsicherheit darüber besteht, wie Lackprodukte jederzeit richtig gelagert werden“, so die Erfahrung von Sascha Petschke. „Dann stehen wir von Nexa Autocolor gern mit Rat und Tat zur Seite. Denn nur wenn die verwendeten Produkte einwandfrei sind, können unsere Partnerbetriebe perfekte Reparaturergebnisse erzielen – und dieser gemeinsame Erfolg ist unser Ziel.“


Mit offenen Gebinden richtig verfahren spart Zeit und Kosten


Lackmaterial in einem bereits geöffneten Gebinde kann eintrocknen und dadurch unbrauchbar werden – auch wenn die Dose scheinbar fest verschlossen war. „Das Problem ist, dass viele Gebinde nach dem ersten Öffnen nicht zu 100 Prozent wiederverschließbar sind“, erklärt Fachmann Sascha Petschke. „Dann tritt das hier enthaltene Lösungsmittel aus, gleichzeitig dringt Luft in das Gebinde ein. Dann trocknet das Lackmaterial in der Dose ein, kann nicht mehr eingesetzt, sondern muss entsorgt werden. Das steigert die Kosten für Material und Entsorgung, stört den Arbeitsablauf und erhöht den Zeitaufwand für den Reparaturprozess.“


Deshalb unterliegt die Lagerung bereits geöffneter Gebinde besonderen Anforderungen. So sollten offene Dosen weder direkter Sonneneinstrahlung, etwa nahe eines Fensters, noch der Nähe von Wärmequellen wie einem Heizkörper ausgesetzt werden. Sascha Petschke: „Beides beschleunigt den Prozess des Eintrocknens. Geöffnete Gebinde sollten stattdessen kühl lagern und nach der Öffnung zudem schnellstmöglich verbraucht werden.“


Optimale Temperatur und Fehlerquellen bei der Lagerung


Generell geben die Experten von Nexa Autocolor ihren Partnerwerkstätten den Hinweis, dass die optimale Lagertemperatur für Klarlack, Wasserbasislack, Härter & Co. zwischen 5 und 40 °C liegt. Beide Grenzen sollten weder unter- noch überschritten werden. „Die perfekte Lagertemperatur von Lackprodukten liegt bei stabilen 20 °C“, erklärt Sascha Petschke. „Insbesondere Härter reagiert auf hiervon abweichende Temperaturen sehr empfindlich.“


Ein großes Problem im Hinblick auf die richtige Lagerung sind in vielen Betrieben die Temperaturveränderungen im Laufe der Jahreszeiten. Sascha Petschke: „Häufig werden Lack-Lager nicht richtig beheizt und Gebinde dann zu kalt gelagert. Frieren die Produkte gar ein, sind sie fehlerhaft und können nicht mehr verwendet werden. Wir raten den Betrieben daher, die Lagertemperatur insbesondere im Winter regelmäßig zu kontrollieren und entsprechend zu regulieren.“


Doch auch der Sommer hat es in sich. So kann intensive Sonnenbestrahlung ein Werkstattdach extrem aufheizen, und auch in der Werkstatt selbst kann es dann schnell zu heiß für Beschichtungsmaterialien werden. Daher rät Nexa Autocolor dazu, die Lagertemperatur auch im Sommer wiederholt zu prüfen und Lackprodukte gegebenenfalls umzulagern. „Generell sollte ein Lacklager separat gelegen, trocken und perfekt temperiert sein“, so Sascha Petschke.


 

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