Abschleppfahrzeuge Geknickte Schlepper

Autor / Redakteur: Thomas Nuber / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Ein liegengebliebener Pkw oder Lkw kommt in der Regel mittels Abschleppfahrzeug in die Werkstatt. Und weil das Pannenfahrzeug oft nur eingeschränkt manövrierfähig ist, verfügen Abschlepper über umfangreiche Funktionalitäten.

Das Triebkopfkonzept mit Gelenk direkt hinter dem Fahrerhaus ermöglicht das Leergewicht sparende Knickplateau.
Das Triebkopfkonzept mit Gelenk direkt hinter dem Fahrerhaus ermöglicht das Leergewicht sparende Knickplateau.
(Bild: Wellmeyer)

Eine Spezialität der Wilhelm Wellmeyer Fahrzeugbau GmbH & Co. KG in Bad Laer sind Abschlepp- und Bergefahrzeuge. Beim „klassischen“ Abschlepper mit Plateau, Hubbrille und Ladekran lässt sich die Ladefläche (Plateau) hydraulisch abschieben und ankippen, bis sie mit der Aufbauspitze auf der Fahrbahn aufliegt. Das geht auch mit voller Beladung. So können verunfallte Fahrzeuge, wenn sie noch rollfähig sind, per Seilwinde auf das Plateau gezogen werden; anderenfalls kommt der Kran zum Einsatz.

Eine weitere Abschleppmöglichkeit ist das Bergen per Abschleppbrille. Die Hub- und Bergebrille hebt rollfähige Fahrzeuge zum Abschleppen an der Achse an. Sie ist hydraulisch teleskopierbar. Ein Gimmick: In der Funktion als Bergebrille lässt sich an der Spitze noch eine Umlenkrolle für das Drahtseil der Winde anbringen und somit ein Fahrzeug aus einem Graben ziehen.