Volkswagen Truck & Bus Generelle Absatzsteigerung im Jahr 2016

Redakteur: Susanne Held

Trotz uneinheitlicher Entwicklung der Regionen, hat Volkswagen Truck & Bus das Vorjahr positiv abgeschlossen. Zudem stellt der Nfz-Hersteller neue Projekte vor.

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Volkswagen Truck & Bus zeigt sich zufrieden mit dem Jahresabschluss 2016.
Volkswagen Truck & Bus zeigt sich zufrieden mit dem Jahresabschluss 2016.
(Bild: Archiv)

Mit den Marken MAN, Scania und Volkswagen Caminhões e Ônibus hat Volkswagen Truck & Bus im Geschäftsjahr 2016 rund 184.000 Lkw und Busse abgesetzt. Während Man Truck & Bus eine Steigerung von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen konnte und sich auch bei Scania eine Steigerung um sechs Prozent herausbildete, ging die Absatzzahl bei Volkswagen Caminhões e Ônibus auf 20 370 Einheiten zurück, ein Minus von rund 17 Prozent.

Die wirtschaftlich angespannte Situation in Südamerika und besonders in Brasilien ist hierfür verantwortlich. „Die Krise in Brasilien, der Brexit in Europa und die schwierige Lage im Nahen Osten – das Jahr 2016 war turbulent. Vor diesem Hintergrund sind wir mit der erreichten Absatzsteigerung sehr zufrieden. Wir konnten die Absatzschwäche in manchen Märkten durch Verkaufserfolge in anderen mehr als ausgleichen.“, erläutert Andreas Renschler, CEO von Volkswagen Truck & Bus.

Der Absatz der mittelschweren und schweren Lkw nahm im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent zu. Dabei entwickelten sich die einzelnen Regionen aber nicht einheitlich. Durch die anhaltende wirtschaftliche Erholung in Westeuropa setzten die Marken von Volkswagen Truck & Bus dort neun Prozent mehr Lkw ab als ein Jahr zuvor. Mit 21 Prozent mehr als das Jahr zuvor, legte auch der Lkw-Absatz in Zentral-und Osteuropa deutlich zu. In Brasilien wurden allerdings 24 Prozent weniger Lkw abgesetzt als im Vorjahr. Rund vier Prozent mehr Absatz als im Vorjahr konnte das Busgeschäft für sich verzeichnen.

Die Zukunft im Blick

Man Truck & Bus hat eine Entwicklungspartnerschaft mit dem Logistikkonzern DB Schenker für den Einsatz von Hightech-Trucks auf der A9 beschlossen. Sie werden bei der Entwicklung vernetzter Lkw-Kolonnen zusammenarbeiten und diese im Echtbetrieb erproben. Eine enge Zusammenarbeit ist auch mit den Stadtwerken München und der Münchner Verkehrsgesellschaft geplant um an nachhaltigen Transportkonzepten zu forschen.

Auch die neue Lkw-Generation von Scania überzeugte im letzten Jahr die Fachpresse und Kunden. Seit Ende 2016 testet Scania in Schweden einen neu entwickelten Elektro-Hybridbus mit Induktionsaufladung im regulären Stadtverkehr. Ein leises und nachhaltiges öffentliches Verkehrsmittel ist Ziel der Forschungen.

Das größte Investitionspaket der Firmengeschichte hat im Dezember 2016 Volkswagen Caminhões e Ônibus beschlossen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre werden rund 420 Millionen Euro in die Erneuerung des Produktportfolios, die Modernisierung des Werks in Resende und die Entwicklung von Connectivity-Services fließen.

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