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Gesunkene Beschäftigtenzahl

| Redakteur: Marion Fuchs

(Bild: ZKF)

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Sehr unterschiedlich entwickelten sich im Jahr 2017 die Ergebnisse der rund 3.500 Betriebe des Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerks. Während die herstellenden Karosserie- und Fahrzeugbauer mit sinkendem Gesamtumsatz aber steigender handwerklicher Betriebsleistung ein verschlechtertes operatives Ergebnis (EBITDA) erzielten, verzeichneten die Fachbetriebe der Instandsetzung ein leicht verbessertes operatives Ergebnis (EBITDA) durch Produktivitätssteigerungen und Einsparungen. Ein weiteres Ergebnis: In den Betrieben sanken die Mitarbeiterzahlen aufgrund des Fachkräftemangels. Der Zentralverband sieht in dieser Entwicklung die größten Herausforderungen für die Unternehmen.

Schadenslenkung nimmt zu

Die Durchschnittswerte der teilnehmenden Unternehmen im Bereich Karosserie + Lack zeigten, dass im Jahr 2017 ein leichter Rückgang beim Umsatz auf 1,6 Millionen Euro verzeichnet wurde. Das operative Ergebnis verbesserte sich dabei auf rund 88.000 Euro vom Gesamtumsatz. Weniger gut sah es bei den teilnehmenden Unternehmen im herstellenden Karosserie- und Fahrzeugbau aus: Der Umsatz der in diesem Segment tätigen Fachbetriebe sank 2017 um 0,2 Prozent der Gesamtbetriebsleistung auf 4,3 Millionen Euro. Auch das operative Ergebnis lag mit durchschnittlich 29.000 Euro unter dem Vorjahreswert.

Thomas Aukamm, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik, erklärt: „Der Fahrzeugneubau war 2017 im Gegensatz zur Entwicklung in der Fahrzeug- Reparatur rückläufig – dies hat seinen Ursprung auch in dem durch die WLTP-Problematik bestehenden problematischen Marktumfeld.“ Die handwerkliche Betriebsleistung der produktiv Beschäftigten allerdings sei gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Der ZKF zeigt sich überzeugt, dass sich der bestehende Trend im Karosserie- und Lack- Bereich zur Schadenslenkung weiter fortsetzen und verstärken wird. „Versicherer, Flottenbetreiber und Leasinggesellschaften werden vor allem ihre Kaskoschäden weiter in die freien Fachbetriebe lenken bzw. lenken lassen, um von deren günstigen Kostenstrukturen zu profitieren“, ist sich Thomas Aukamm sicher. Allerdings sind genau in diesem Bereich die vereinbarten Stundensätze zu niedrig, weshalb die vom gesteuerten Geschäft abhängigen Betriebe zunehmend an Profitabilität einbüßen. Insgesamt konnte in der Karosserieinstandsetzung und – lackierung der Umsatz je produktiv Beschäftigten auf 164.063 Euro durchschnittlich gesteigert werden.

Weniger Mitarbeiter

Sowohl im herstellenden Fahrzeugbau als auch in der Instandsetzung beobachtete der Zentralverband 2017 einen leichten Rückgang bei den Mitarbeiterzahlen aber auch bei der Anzahl der Auszubildenden im Durchschnitt der Unternehmen. „In Zukunft werden sich die derzeitigen Schwierigkeiten, qualifizierte Auszubildende und Fachkräfte zu finden, weiter verschärfen“, unterstreicht ZKF-Präsident Peter Börner. Die Betriebe des herstellenden Karosserie- und Fahrzeugbaus beschäftigten 2017 durchschnittlich ca. 34 Mitarbeiter, knapp 22 von ihnen waren produktiv tätig. Die Personalkosten betrugen im betrieblichen Durchschnitt 1,3 Millionen Euro, also 31 Prozent des Gesamtumsatzes.

Die Reparaturfachbetriebe beschäftigen im Mittel hingegen 15 Mitarbeiter, davon knapp zehn produktive Arbeitskräfte. Der Anteil der Personalkosten stieg über den Vorjahreswert auf durchschnittlich 630.245 Euro und auf 38,9 Prozent des Gesamtumsatzes an.

Der Zentralverband geht davon aus, dass Unternehmen auf der Suche nach entsprechenden Fachkräften ihren Mitarbeitern höhere Löhne, Zusatzleistungen aber auch Entwicklungschancen bieten müssen. Der ZKF unterstützt die Unternehmen in Form von Nachwuchskampagnen aber auch durch Kooperationen mit Jobbörsen und im Angebot von Weiterbildungsmöglichkeiten.

Plus bei den Stundenverrechnungssätzen

Die Stundenverrechnungssätze, die der Zentralverband im Bundesgebiet ermittelt, unterliegen starken Schwankungen hinsichtlich der Unterschiede zwischen Großstädten und eher ländlichen Gebieten. In der Karosserie-Instandsetzung lag der Stundenverrechnungssatz durchschnittlich bei 102,13 Euro (2016: 98,11 Euro) sowie bei 109,96 Euro (2016: 104,63 Euro) für Lackierarbeiten ohne Materialeinsatz. Bei den herstellenden Karosserie- und Fahrzeugbaufachbetrieben kalkuliert jedes Unternehmen seinen eigenen individuellen Stundenverrechnungssatz selbst, um Angebote am Markt abzugeben. Dies hängt eng mit der jeweiligen Wettbewerbssituation zusammen.

Der aktuelle ZKF-Branchenbericht mit den Kennzahlen 2017 wurde in der Januar/Februar Ausgabe 2019 der Fahrzeug + Karosserie veröffentlicht und kann im Internetauftritt www.zkf.de unter „Leistungen“ abgerufen werden.

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