Mängelstatistik Hohe Mängelquote bei Nutzfahrzeugen

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Ältere Lkws und Busse sind häufig mit Mängeln unterwegs. Vor allem die Bremsen stehen in der Kritik – dies belegt erneut die vom ZDK herausgegebene SP-Mängelstatistik

Erneut fanden die Prüfer die mit Abstand meisten Mängel an den Bremsen.
Erneut fanden die Prüfer die mit Abstand meisten Mängel an den Bremsen.
(Bild: foto-text.com)

Die Zahlen sprechen für sich: Nahezu jedes zweite Nutzfahrzeug ist mit Mängeln unterwegs. Insgesamt zählten die Werkstätten im vergangenen Jahr 315.200 für die Sicherheitsprüfung (SP) relevante Mängel an 232.000 Fahrzeugen und Anhängern. Die durchschnittliche Anzahl der SP-relevanten Mängel pro bemängeltem Fahrzeug liegt bei 1,36. Die meisten Mängel konnten die Werkstätten rasch beheben, sodass weitere 198.500 Fahrzeuge die Sicherheitsprüfung bestanden. Allerdings endete auch für 33.500 Nutzfahrzeuge und Anhänger die Fahrt mit der Prüfung. Erneut fanden die Prüfer die mit Abstand meisten Mängel an den Bremsen. Mit 43,9 Prozent war beinahe jede zweite Bremsanlage nicht in Ordnung. Bei mehr als einem Drittel (37,3 %) der untersuchten Fahrzeuge und Anhänger stellten die Experten an Fahrgestell, Fahrwerk, Aufbau oder Verbindungseinrichtung Defizite fest. Wesentlich seltener waren Reifen und Räder (10,4 %) sowie die Lenkung (8,4 %) mangelhaft. Vergleicht man die Zahlen der aktuellen Statistik mit den Berichten aus den Vorjahren, so zeigt sich, dass die Verteilung der Mängel bezogen auf die einzelnen Prüfbereiche vergleichbar ist. Die meisten Mängel fanden die Prüfer an den Anhängern. Hier betrug die Mängelquote 45,5 Prozent. Nur wenig besser schnitten Omnibusse mit 42,4 Prozent ab. Die beste Quote unter den drei Segmenten hatten die Kraftfahrzeuge zur Güterbeförderung. Bei den Lkws und Zugmaschinen stellten die Experten eine Mängelquote von 37,9 Prozent fest.

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