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Innovatives Verdeck für den 911 Carrera

| Redakteur: Marion Fuchs

Blickfang am neuen 911 Carrera Cabriolet ist das neue Flächenspriegelverdeck.
Blickfang am neuen 911 Carrera Cabriolet ist das neue Flächenspriegelverdeck. (Bild: Porsche)

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Das neue Faltdach ist, wie bisher bei jedem Elfer, eine Porsche-Eigenentwicklung. Durch die neue Technik ist nach Unternehmensangaben eine coupé-hafte Dachwölbung des geschlossenen Stoffverdecks möglich. Weder zeichnen sich Spriegel unter dem Stoff ab, noch gibt es Partien, die das fließende Design unterbrechen . Das Flächenspriegelverdeck lässt sich dank eines neuen und leichteren hydraulischen Dachantriebs bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h in jeweils rund zwölf Sekunden öffnen und schließen.

Das Stoffdach, mit Ausnahme der Seitenteile, spannt sich über eine feste Dachfläche aus einzelnen Segmenten, die unmittelbar aneinander anschließen. Die vier Elemente sind der vordere Dachrahmen, zwei Flächenspriegel und das Heckfenster, dessen Rahmen wie die anderen Segmente aus Magnesium besteht. Alle Gestellbauteile sind kinematisch gekoppelt, so dass zum Bewegen des Verdecks nur ein Hydraulikzylinder pro Seite erforderlich ist. Beim Verschluss setzt Porsche auf den bewährten elektrischen Zentralverschluss in der Mitte, der von seitlichen Zentrierzapfen unterstützt wird.

Verdeck aus Magnesium

Zwischen Flächenspriegeln und der Bespannung besteht keine feste Verbindung, so dass sich die vier Magnesium-Segmente beim Öffnen des Verdecks formgleich übereinanderlegen können, während das Stoffverdeck in der bewährten Z-Faltung abgelegt wird. Durch dieses Konzept beansprucht das geöffnete Dachpaket nur minimalen Stauraum. Während der vordere Teil des Verdecks in geöffnetem Zustand sichtbar bleibt, deckt die sichelförmige Klappe den hinteren Teil ab. Der Außenstoff ist vollflächig mit einer isolierenden Dämmmatte unterlegt. Bei geschlossenem Verdeck genießen die Insassen so einen Klima- und Geräuschkomfort, der dem des Coupés sehr nahekommt.

Der Windschutz ist an einem U-förmigen Spannbügel befestigt, der zurückgeklappt vollkommen in den Fondbereich integriert ist und den Platz auf den Fondsitzen nicht einschränkt. Das Windschott lässt sich bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h öffnen und schließen.

Die Grundbausteine des Aerodynamikkonzepts für das 911 Carrera Cabriolet sind die strömungsgünstige Formgebung der Karosserieoberfläche, das Verdeck, der vergrößerte variable Heckspoiler sowie das Kühlsystem mit seinen adaptiven Luftklappen vorn. Optimierte Lufteinlass- und Luftauslassquerschnitte verbessern zudem die Kühlluftführung, so dass der cW-Wert des Coupés von 0,29 bei geschlossenem Verdeck auch beim 911 Carrera Cabriolet nahezu erhalten bleibt.

Verbesserte Torsionssteifigkeit

Der offene 911 Carrera S verfügt über ein automatisches Überrollschutzsystem. Es besteht im Wesentlichen aus einem kompakten, selbsttragendem Portal aus verschweißten und hochfesten Aluminium-Strangpressprofilen. Mit seiner hohen Bauteilsteifigkeit wird der Tragrahmen zur Karosserieverstärkung genutzt. Im Fall eines drohenden Überschlags werden zwei neuentwickelte Kassetten hinter den Fondsitzen per Federdruck ausgefahren; die Auslösung erfolgt pyrotechnisch mittels Mikrogasgenerator. Bei geschlossenem Verdeck fährt jeweils ein Hartmetall-Element auf jeder der beiden Kassetten durch das Sicherheitsglas der Heckscheibe. Fehlauslösungen sind praktisch ausgeschlossen, da Erkennung und Betätigung sowie die permanente Überwachung vom Airbag-Steuergerät mit integriertem Überschlagsensor übernommen werden. Es überwacht jede Neigungsänderung der Karosserie, die Längs- und Querbeschleunigung sowie den Fahrbahnkontakt.

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