Generali

Jeder neunte Deutsche hat pro Jahr einen Kfz-Schaden

| Redakteur: Konrad Wenz

Der Karambolage-Atlas der Generali zeigt: In Berlin kracht es am häufigsten, dicht gefolgt von Hamburg und Bremen.
Der Karambolage-Atlas der Generali zeigt: In Berlin kracht es am häufigsten, dicht gefolgt von Hamburg und Bremen. (Bild: Generali)

Ebenso wie die Anzahl der Fahrzeuge nimmt auch die Menge der Blechschäden jedes Jahr zu, die Zahl der Personenschäden hat zuletzt glücklicherweise abgenommen. Dies spiegelt der Karambolage-Atlas der Generali in Deutschland wider, in dem Daten aus den Jahren 2017 und 2015 ausgewertet wurden.

„Die wichtigste Erkenntnis unserer Untersuchung: Dank verbesserter Technik und vieler Sicherheitssysteme werden nur bei weniger als 4 Prozent aller Schäden Menschen verletzt. Dies ist ein großer Erfolg, denn Personenschäden im Straßenverkehr sind oft dramatisch“, sagt Roland Stoffels, Vorsitzender der Geschäftsführung der Generali Deutschland Schadenmanagement GmbH. Obwohl nur bei 3,9 Prozent aller Unfälle ein Mensch verletzt wird, sind diese Situationen für knapp ein Drittel aller Kosten verantwortlich: 2017 wurden rund 300 Mio. Euro für die Versorgung von Unfallopfern im Straßenverkehr gezahlt. Dies geht aus dem Karambolage-Atlas 2018 hervor, für den die Generali in Deutschland über 700.000 Schadenfälle aus den Jahren 2017 und 2015 ausgewertet hat.

Stoffels sieht jedoch nicht nur Positives: „Unser Karambolage-Atlas zeigt auch, dass es trotz zahlloser technischer Helferlein im Auto erstaunlich oft auf deutschen Straßen kracht und knirscht.“ 2017 hatte mehr als jeder neunte Fahrzeughalter einen Kfz-Schaden, die Kosten lagen durchschnittlich bei 2.300 Euro pro Schaden.

Mercedes- und BMW-Fahrer sind besonders häufig in Unfälle verwickelt

Fahrern der Premium-Marken wird oft vorgeworfen, besonders unvorsichtig zu fahren. Der Karambolage-Atlas bestätigt nun: Autos keiner anderen Marke verursachen mehr Haftpflicht-Schäden als die Edel-Hersteller aus Stuttgart (Mercedes-Benz: 5,4 Haftpflicht-Schäden pro Jahr je 100 Versicherte) und München (BMW: 5,2 Haftpflicht-Schäden).

Scheinbar vorsichtiger sind dagegen offenbar Fahrer von Fiat und Skoda unterwegs, deren Haftpflicht-Schadenhäufigkeit nur bei 4,6 Prozent liegt. Untersucht wurden hierbei jedoch nur die zehn häufigsten Automarken Deutschlands.

Die durchschnittliche PS-Zahl neu zugelassener Wagen steigt seit Jahren und liegt laut Kraftfahrtbundesamt bei mehr als 150 Pferdestärken. Tendenziell geht mehr Leistung auch mit einer höheren Schadenhäufigkeit einher: Schwach motorisierte Autos mit maximal 75 PS kommen lediglich auf eine Schadenhäufigkeit von 6 Prozent. Dagegen kommen Fahrzeuge mit 250 bis 300 Pferdestärken auf 19,9 Prozent. Durchschnittlich hat also rund jedes fünfte dieser Autos einen Schaden pro Jahr.

Auswertungsdetails zu allen deutschen Städten und Landkreisen zeigt die interaktive Karte auf www.generali.de/karambolage-atlas.

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