Würzburger Karosserie- und Schadenstage Klagen oder Fügen?

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Rechnungskürzungen beschäftigen die Betriebe, die Unfallschäden instand setzen, mehr denn je. Die Prüfdienstleister streichen, was das Zeug hält. Was Betriebe und Sachverständige gegen diese Willkür tun können und was der Bundesgerichtshof dazu sagt, erfahren Sie am 22. und 23. Oktober in Würzburg.

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BGH-Richter Thomas Offenloch erläutert die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Thema Rechnungskürzung.
BGH-Richter Thomas Offenloch erläutert die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Thema Rechnungskürzung.
(Bild: Rainer Wengel)

Seit vielen Jahren kürzen Ver­sicherer mittels maschinell erstellter Prüfberichte die Ansprüche der Geschädigten und Versicherungsnehmer. Die Willkür der Versicherer beziehungsweise der Prüfdienstleister scheint keine Grenzen zu kennen. Sehr häufig fügen sich Werkstätten in ihr Schicksal und buchen die gekürzten Beträge aus. In dem einen oder anderen Fall wäre es tatsächlich besser, wenn sich der Betrieb von einem Kunden trennen würde. Hierfür muss er analysieren, was genau dieser Kunde ihm bringt: Sind es Erträge? Oder überwiegt der Ärger, und am einzelnen Schaden ist nichts verdient?

Wie dem auch sei – ausbuchen muss nicht sein! Warum nicht, das erfahren die Teilnehmer der Würzburger Karosserie- und Schadenstage am 22. und 23. Oktober 2021 im Vogel Convention Center. Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verkehrsrecht Henning Hamann, Geschäftsführer der ETL Kanzlei Voigt Rechtsanwalts GmbH, und Rechtsanwalt Jochen Pamer, Geschäftsführer von Autorechtaktuell, erläutern den Teilnehmern des Branchenevents die Grundlagen der Rechtsprechung in Sachen Rechnungskürzung.

Zudem erläutern sie anhand vieler aktueller Entscheidungen, wie sich Kfz-Betriebe für künftige Auseinandersetzungen mit den Versicherern wappnen können.

BGH-Rechtsprechung

Darüber hinaus erfahren die Teilnehmer von Thomas Offenloch, Richter im VI. Senat des Bundesgerichtshofs, was der BGH über Kürzungen von Reparaturrechnungen und Schadenkalkulationen denkt. Anhand aktueller Urteile wird Offenloch die Sichtweise des obersten deutschen Gerichts erläutern. Ein weiteres Schwerpunktthema ist das gerichtssichere Schadengutachten, das als Grundlage für eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit dem Versicherer dienen kann. Bernd Grüninger, Bereichsleiter Gutachten und Mitglied der Geschäftsleitung Dekra Automobil GmbH, und Patrick Betzing, Kfz-Sachverständiger und Akademieleiter AWG mbH, greifen die entsprechenden Themen auf – von der Digitalisierung im Kfz-Gutachtenbereich bis hin zum Ermitteln der gerichtsfesten Werte im Schadengutachten.

Das Event führen die Fachmedien »kfz-betrieb« und »Fahrzeug+Karosserie« mit Autorechtaktuell.de und dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) durch. Unterstützt wird sie von Automechanika, Adelta.Finanz, Carbon, Dekra und Nexa Autocolor sowie den Business­partnern Fix Auto und ECU.de.

Mehr zu der Veranstaltung und die Anmeldung gibt es unter www.karosserie-schadenstage.de.

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