Waeco Klima-Kurzschluss

Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Strom und Wasser vertragen sich bekanntermaßen nur mäßig. Auch deshalb sollten Werkstätten beim Klimaservice an E- und Hybridfahrzeugen zwingend auf das richtige Kompressoröl achten. Und der Typ der Klimaservicestation spielt ebenfalls eine Rolle.

Von E- und Hybridautos kann eine elektrische Gefahr für Werkstattmitarbeiter ausgehen.
Von E- und Hybridautos kann eine elektrische Gefahr für Werkstattmitarbeiter ausgehen.
(Bild: picture alliance/dpa)

Es gibt den Fall, da ist er gewollt, sprich notwendig: der Kurzschluss. Ohne ihn geht es nun mal nicht beim Elektroschweißen. In ganz vielen anderen Fällen ist er hingegen hochgradig unerwünscht, der Übergang von Strom von einem leitfähigen Stoff auf einen anderen über ein Medium. Gutes und noch junges Beispiel in diesem Zusammenhang: die Klimaanlage von E- und Hybridfahrzeugen. Warum bei diesen Kurzschlüsse vorkommen können? Gute Frage! Die gute Antwort: Weil bei jenen Modellen der Klimakompressor nicht mechanisch per Riemen, sondern elektrisch von einem E-Motor angetrieben wird.

Mit anderen Worten: Der Strom des Elektromotors kann über die Mechanik des Klimakompressors im Fall der Fälle an die Karosserie weiterfließen. Wenn ein passendes Medium, also ein Leiter, zur Verfügung steht. Als solches kann das Kompressoröl fungieren. Genau deshalb kommt bei E- und Hybridmodellen auch nicht leitendes POE-Öl zum Einsatz – im Gegensatz zum elektrisch leitenden PAG-Öl. Als Leiter kann aber auch Wasser fungieren. Nun werden die meisten argumentieren: „In einem Klimaanlagenkreislauf sind doch ausschließlich Kältemittel und Öl.“ Das stimmt! Aber weshalb umfasst eine Klimaanlage auch stets eine Trocknerpatrone? Genau, eben aufgrund von Feuchtigkeit, die zwangsläufig in jede Klimaanlage gelangt.