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Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft Kosten für gestohlene Autoteile gestiegen

| Redakteur: Susanne Held

Der wirtschaftliche Schaden von entwendeten Autoteilen ist enorm angestiegen, trotz nahezu gleichbleibender Anzahl von Diebstählen.

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Einbrecher machen auch nicht vor fest verbauten Teilen wie Lenkrädern halt.
Einbrecher machen auch nicht vor fest verbauten Teilen wie Lenkrädern halt.
(Bild: Polizei Minden)

Im vergangenen Jahr haben die deutschen Kfz-Versicherer ihre Kunden für über 116.000 Fälle von geklauten Autoteilen entschädigt. Obwohl die Zahl der Diebstähle konstant blieb, wuchs der wirtschaftliche Schaden im Vergleich zum Vorjahr von 195 Millionen auf über 227 Millionen Euro, eine Steigerung von 16 Prozent. Dies geht aus der aktuellen Schadenstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft hervor.

Teurer wurden vor allem Diebstähle von elektronischen Bauteilen, wie Navigationsgeräten oder Bordcomputern. Die Versicherer zahlten für jeden Schaden dieser Art im Schnitt fast 3.700 Euro, etwa 600 Euro mehr als im Vorjahr.

Versicherte Schäden

Die Teilkaskoversicherung springt ein, wenn fest im Auto eingebaute oder fest mit dem Auto verbundene Teile entwendet wurden wie beispielsweise Stereo-Anlagen oder Dachgepäckträger. Auch eine beim Diebstahl eingeschlagene Autoscheibe wird ersetzt. Da die Teilkasko automatisch in der Vollkasko inbegriffen ist, erhalten auch Vollkaskoversicherte eine Entschädigung. Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt haben diese Fälle keinen Einfluss.

Alles was nicht fest im Auto verbaut ist, wie mobile Navigationsgeräte, Smartphones oder Laptops werden nicht von der Kaskoversicherung ersetzt. In der Regel helfen hier auch Hausratsversicherungen nicht weiter. Wertgegenstände sollten daher nicht im Auto gelassen werden.

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