IAA Nfz/Leichtbau Baden-Württemberg Leichtbau aus dem Ländle

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Nutzlasten erhöhen und den Kraftstoffverbrauch senken – das geht mit Leichtbau. Während der IAA Nutzfahrzeuge (20. bis 27. September) präsentieren sieben Aussteller ihre Leichtbaukonzepte am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ in Halle 13, auf der IAA 2018.

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Sieben Aussteller zeigen ihre Leichtbaukonzepte am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“.
Sieben Aussteller zeigen ihre Leichtbaukonzepte am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“.
(Bild: Leichtbau baden Würtemberg)

Leichte Kernmaterialien sind immer mehr gefragt: Die Gaugler & Lutz oHG zeigt unter anderem ein Exponat, das in Fahrzeugverkleidungen im Interieurbereich zum Einsatz kommt. Als Kernmaterial wird ein AIREX PET-Hartschaumstoff verwendet. Im Vergleich zu anderen Produkten zeichnet sich diese Lösung durch eine extreme Leichtigkeit aus und es lassen sich schöne Konturen realisieren, bei gleichzeitig maximaler Steifigkeit.

Weber Fibertech GmbH setzt auf das patentrechtlich geschützte eigene „E-LFT-Verfahren“, um kostengünstige Leichtbauteile aus Faserverbundstoffen für Karosseriestrukturen industriell herzustellen. Die voll automatisierte Fertigung erlaubt dabei geringe Zykluszeiten. Die thermoplastischen Bauteile werden lokal nur an den Stellen mit Endlosfasern aus Glas oder Carbon verstärkt, wo Lastfälle auftreten. So ist durch die Substitution von Metallteilen eine Gewichtseinsparung von etwa 30 bis 50 Prozent möglich.

Eigenschaften erzielen, die mit Metallen nicht möglich wären

Die Bada AG stellt Kunststoffgranulate für den Einsatz in gewichtsoptimierten Kunststoff-Leichtbaulösungen her. Diese werden im Spritzguss- und Extrusionsverfahren verarbeitet. Durch Einsatz von hochfesten und –steifen Polymeren sowie Verstärkungsstoffen wie Glas- und Kohlefaser lässt sich damit beispielsweise Metall ersetzen. Außerdem können metallähnliche Eigenschaften wie etwa elektrische und thermische Leitfähigkeit integriert werden – oder sogar Eigenschaften, die mit Metallen als Werkstoff nicht möglich wären, wie etwa elektrische Isolierung oder Flammschutz.

Saint Jean Industries hat sich auf Entwicklung und Herstellung von Aluminium- und Stahlteilen für Chassis, Rohkarosserien, ultraleichten Aluminiumrädern und Antriebssträngen spezialisiert. Dabei setzt das Unternehmen unter anderem auf die patentierte COBAWHEELS™-Technologie, mit dem sich nur Kosten und Gewicht bei einem Bauteil einsparen lassen, sondern gleichzeitig auch die mechanischen Eigenschaften verbessern lassen – ohne dabei das Design einzuschränken.

Entwicklungszeiten beschleunigen

Lernen Sie am Gemeinschaftsstand außerdem bei der Accelerated Innovation GmbH die Vorteile einer komplett digitalisierten Entwicklungskette kennen, mit der sich die time-to-Market verkürzen lässt.

Die KCN GmbH stellt ihre Antirutschböden für Lkw-Aufbauten und -Trailer vor. Dank der speziellen Oberfläche aus mehreren Beschichtungen ist eine Ladungssicherung am Boden möglich – und der Aufwand für eine weitere Sicherung am Boden verringert sich beziehungsweise auf sie kann zum größten Teil verzichtet werden. Dadurch werden etwa die Niederzurrzeiten oder das Auslegen von Antirutschmatten eingespart und die Unfallgefahr für Mensch und Fracht verringert.

Außerdem ist A2LT – Austrian Advanced Lightweight Technology am Gemeinschaftsstand mit vertreten, der die Kompetenzen der österreichischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Themenfeld Leichtbau bündelt.

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