IAA Nutzfahrzeuge/Gemeinschaft Leichtbau Leichtbaukonzepte aus dem Ländle

Redakteur: Marion Fuchs

Sieben Aussteller präsentierten ihre innovativen Leichtbaukonzepte am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ auf der IAA 2018.

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Der Gemeinschaftsstand Leichtbau BW.
Der Gemeinschaftsstand Leichtbau BW.
(Bild: Leichtbau BW)

Die Gaugler & Lutz oHG zeigte unter anderem ein Exponat, das in Fahrzeugverkleidungen im Interieurbereich zum Einsatz kommt. Als Kernmaterial wird ein AIREX PET-Hartschaumstoff verwendet. Diese Lösung zeichnet sich durch Leichtigkeit aus und es lassen sich schöne Konturen realisieren, bei gleichzeitig maximaler Steifigkeit.

Weber Fibertech GmbH setzte auf das patentrechtlich geschützte eigene „E-LFT-Verfahren“, um kostengünstige Leichtbauteile aus Faserverbundstoffen für Karosseriestrukturen industriell herzu-stellen. Die voll automatisierte Fertigung erlaubt dabei geringe Zykluszeiten. Die thermoplastischen Bauteile werden lokal nur an den Stellen mit Endlosfasern aus Glas oder Carbon verstärkt, wo Lastfälle auftreten. So ist durch die Substitution von Metallteilen eine Gewichtseinsparung von etwa 30 bis 50 Prozent möglich.

Die Bada AG stellt Kunststoffgranulate für den Einsatz in gewichtsoptimierten Kunststoff-Leichtbaulösungen her. Diese werden im Spritzguss- und Extrusionsverfahren verarbeitet. Durch Einsatz von hochfesten und –steifen Polymeren sowie Verstärkungsstoffen wie Glas- und Kohlefaser lässt sich damit beispielsweise Metall ersetzen. Außerdem können metallähnliche Eigenschaften, wie etwa elektrische und thermische Leitfähigkeit integriert werden – oder sogar Eigenschaften, die mit Metallen als Werkstoff nicht möglich wären, wie etwa elektrische Isolierung oder Flammschutz.

Saint Jean Industries hat sich auf Entwicklung und Herstellung von Aluminium- und Stahlteilen für Chassis, Rohkarosserien, ultraleichten Aluminiumrädern und Antriebssträngen spezialisiert. Dabei setzt das Unternehmen unter anderem auf die patentierte COBAWHEELS™-Technologie, mit dem sich nicht nur Kosten und Gewicht bei einem Bauteil einsparen, sondern gleichzeitig auch die mechanischen Eigenschaften verbessern lassen – ohne dabei das Design einzuschränken.

Bei der Accelerated Innovation GmbH konnten Messebesucher die Vorteile einer komplett digitali-sierten Entwicklungskette kennen lernen, mit der sich die time-to-Market verkürzen lässt.

Die KCN GmbH stellte ihre Antirutschböden für LKW-Aufbauten und -Trailer vor. Durch die spezielle Oberfläche aus mehreren Beschichtungen ist eine Ladungssicherung am Boden möglich. Der Aufwand für eine weitere Sicherung am Boden verringert sich oder kann komplett entfallen.

Weiter war A2LT – Austrian Advanced Lightweight Technology am Gemeinschaftsstand mit vertre-ten, der die Kompetenzen der österreichischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Themenfeld Leichtbau bündelt.

www.leichtbau-bw.de

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