ZKF Lenkung von Haftpflichtschäden

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Stefan Dietz

Laut ZFK versuchen Versicherer immer öfter Haftpflichtschäden in ihr eigenes Partnerwerkstattnetz zu lenken. Häufig drohen diese dem schuldlos geschädigten Kunden dabei mit Rechnungskürzungen.

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Haftpflichtschäden werden von Versicherern immer häufiger in eigene Partnerwerkstätten geleitet.
Haftpflichtschäden werden von Versicherern immer häufiger in eigene Partnerwerkstätten geleitet.
(Bild: Wenz)

Zunehmend versuchen Versicherer, auch Haftpflichtschäden in ihr eigenes Partnerwerkstattnetz zu lenken, meldet der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik in seinem Online-Newsletter. Beliebtes Mittel sei es, den schuldlos geschädigten Kunden dahingehend zu beeinflussen, dass man ihm mit Rechnungskürzungen drohe, sofern er sich nicht den „Wünschen“ des leistungspflichtigen Versicherers unterwerfe. Die Kernaussage: „Wir kümmern uns um die problemlose Abwicklung Ihres Unfallschadens“ klinge für manche Werkstattkunden durchaus plausibel. Leider sehe die Realität nicht immer so positiv aus!

Der Verband empfiehlt seinen Mitgliedsbetrieben angesichts der Häufung solcher Fälle dringend, ihre Werkstattkunden auf deren Rechte und Pflichten deutlich hinzuweisen. Die neu aufgelegte Broschüre „Unfall? – Gut informiert, wenn’s gekracht hat“ bietet hierzu eine gute Informationsgrundlage. Die Broschüre kann hier unter www.zkf.de heruntergeladen werden.

Die wesentlichen Rechte der Werkstattkunden im Haftpflichtschadensfall sind demnach:

■ Die Einschaltung eines eigenen Kfz-Sachverständigen bei Schäden, die voraussichtlich über 800 bis 900 Euro liegen, ist dringend zu empfehlen. So sind unter anderem Ansprüche etwa aus Wertminderung und Nutzungsausfall im Gutachten aufgeführt.

■ Stets ist zu prüfen, ob dem Kunden die Einschaltung eines Rechtsanwaltes empfohlen werden soll, ggf. kann der ZKF hierzu Vorschläge machen. Der Anwalt übernimmt die Schadensabwicklung für den Kunden.

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