Maha steigert Effizienz von Spindelbühnen

Elektromechanik ersetzt Reibungsbremse

| Autor: Ottmar Holz

Ein integrierter Elektromagnet löst die Spindelbremse (Kreis) beim Heben und Absenken.
Ein integrierter Elektromagnet löst die Spindelbremse (Kreis) beim Heben und Absenken. (Bild: MAHA Maschinenbau Haldenwang)

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Der Werkstattausrüster Maha wird die Hebebühnen mit 3 und 3,5 Tonnen Traglast der Baureihe Mapower II ML2C ab Frühjahr 2018 mit einem elektromechanischen Bremssystem ausstatten. Das war bisher nur bei den Varianten mit höherer Traglast erhältlich. Die Spindel der ML2C-30/35 01 besitzt ein Trapezgewinde mit einer Steigung von sechs Millimetern. Dadurch erzielt Maha nach eigenen Angaben bei einer relativ niedrigen Spindeldrehzahl eine gegenüber dem Wettbewerb verbesserte Hub- und Senkzeit. Die niedrige Drehzahl senkt die Temperaturen von Tragmutter und Spindel – und damit deren Verschleiß. Im Markt weit verbreitet sind bisher Spindeln mit 5 Millimetern Steigung, die jedoch mit höherer Drehzahl angetrieben werden.

Geringere Selbsthemmung

Die Spindel mit sechs Millimetern Steigung befindet sich jedoch näher an der Grenze der Selbsthemmung und wird als sicherheitsrelevanter Bestandteil deshalb gebremst. Das soll beim Stoppen unter Last während des Senkvorgangs (oberhalb des unteren Totpunktes) einen Nachlauf verhindern. Die im Markt weit verbreitete, rein mechanische Bremslösung besteht zumeist nur aus einem Kunststoffbolzen, der über eine Feder auf die Riemenscheibe des Spindelantriebs drückt. Sie bremst damit permanent – auch während eines Hubvorgangs, bei dem eine Bremswirkung gar nicht notwendig ist. Die unnötige Belastung erhöht den Verschleiß und den Energieverbrauch.

Die elektromechanische Bremse von Maha ist im Ruhezustand der Hebebühnen durch Federkraft dauerhaft aktiv und wird nur beim Hebe- und Senkvorgang per Elektromagnet automatisch gelöst. Die Bremswirkung während des Hebens und Senkens entfällt, dadurch steigt der Wirkungsgrad des Antriebs. Der Magnet wird direkt durch den Motor der Säule bestromt – unabhängig von der elektronischen Steuerung. So bleibt laut Anbieter die Betriebssicherheit der Bühne immer gewährleistet, unabhängig von Verschleiß oder falscher Wartung.

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