Knip AG Marder verursachen Millionen Schäden

Redakteur: Susanne Held

Aufgrund wachsender Marderbestände in Deutschland, belaufen sich die Schäden durch Marderbisse aktuell auf rund 60 Millionen Euro. Für den Winter 2016/17 ist ein enormer Anstieg der Schäden prognostiziert.

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Marderbisse verursachen jährlich Schäden in Millionenhöhe.
Marderbisse verursachen jährlich Schäden in Millionenhöhe.
(Bild: Knip AG)

Durch mildes Klima und reiches Futterangebot sind deutsche Städte ideal für Wildtiere wie Marder oder Iltisse. Für Autofahrer bedeutet dies allerdings erhebliche Schäden. Die nachtaktiven Raubtiere zerstören in rund 233.000 Fällen Kabel oder Isoliermatten im Motorraum. Etwa 60 Millionen Euro müssen Autofahrer im Jahr deutschlandweit für die notwendigen Reparaturen zahlen.

Ein Anstieg auf 75 Millionen wird von Versicherungsexperten für den Winter 2016/2017 vorausgesagt. Grund hierfür wird das relativ milde Wetter und ein großes Nahrungsangebot sein, was für einen Anstieg der Marderpopulation sorgt. Marderbiss kann als Folge der aktuellen Wildtierdichte gesehen werden. Stellen sie den Geruch eines Rivalen im Motorraum abgestellter Fahrzeuge fest, beginnen männliche Marder damit ihr Revier dort zu verteidigen. Die durchschnittliche Reparatur nach einem Marderschaden kostet durchschnittlich rund 260 Euro, doch die Schäden können im Einzelfall deutlich teurer sein. Beim Durchbiss des Kühlmittelschlauches, kann es zur Überhitzung des Motors kommen und damit zu einem wirtschaftlichen Totalschaden.

„Wer sich vor den Kosten, die ein Marderbiss verursachen kann, schützen möchte, muss auf den richtigen Versicherungsschutz achten. Denn die normale Kfz-Haftpflichtversicherung, die in Deutschland für jedes angemeldete Auto Pflicht ist, übernimmt solche Schäden nicht.“, erklärt Versicherungsexperte Jonathan Schmidt. In den Versicherungsbedingungen der Teil-und Vollkaskoversicherung kann man Marderbiss einschließen. Auch Folgeschäden sollten stets mitversichert werden.

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