HMF Mehr Kapazität für Nfz-Ladekrane

Redakteur: Marion Fuchs

Der Dänische Kranhersteller investiert in automatisierte Produktionsprozesse und vergrößert seine Entwicklungsabteilung.

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(Bild: HMF)

Die auf Lkw-Ladekrane spezialisierte HMF Group erweitert ihre Produktions-Kapazitäten und investiert in automatisierte Produktionsprozesse. Mit diesem Schritt richtet sich das dänische Unternehmen auf den international wachsenden Bedarf an Ladekranen ein. HMF vertreibt seine in Dänemark gefertigten Krane weltweit und erlebt nach eigenen Angaben seit 2010 eine Nachfragesteigerung, von der auch der deutsche Standort Bietigheim-Bissingen profitiert.

Zuletzt investierte der Kranbauer in eine neue Produktionslinie, an der Knickarme in einem Arbeitsschritt hergestellt und vor dort direkt zur vollautomatischen Spritzlackieranlage geleitet werden. Weiter führt das Unternehmen derzeit einen neuartigen Schweißroboter ein, der adaptives Schweißen mit vollautomatischer Fördertechnik verbindet. An gleicher Stelle errichtete HMF eine neue Bohranlage, die sehr große Werkstücke handhaben kann.

Ein Schweißroboter wurde für die eigene "Welding Academy" zum Aus- und Fortbilden von Schweißtechnikern angeschafft.
Ein Schweißroboter wurde für die eigene "Welding Academy" zum Aus- und Fortbilden von Schweißtechnikern angeschafft.
(Bild: HMF)

Einen weiterer Schweißroboter wurde für die eigene "Welding Academy" zum Aus- und Fortbilden von Schweißtechnikern angeschafft. Hier investierten die Dänen auch in die Analyse-Technik für die Qualitätssicherung von Schweißarbeiten. Die Akademie dient der Schulung von Nachwuchskräften und der Weiterbildung erfahrener Mitarbeiter.

Um die Nachfrage nach Hydraulikrohren für größere Kranmodelle zu bedienen, wurde eine vollautomatische Hydraulikrohr-Biegeanlage bestellt. Gleichzeitig wurde die Prüfkapazität für große Krane um 50 Prozent erhöht.

Mehr Mitarbeiter

Parallel zum wachsenden Auftragseingang steigt auch die Anzahl der Mitarbeiter, die am Firmenstammsitz in Højbjerg seit März 2017 zusätzlich in zwei renovierten Büroflügeln untergebracht werden. Diese Erweiterung ermöglichte das Aufstocken der Entwicklungsabteilung. Zusätzlich richtete das Unternehmen eine eigene Abteilung für Software und Digitalisierung ein.

„Neben den Investitionen in neue Prozesse, Anlagen und Personal haben wir auch an anderen Stellen die Abläufe optimiert", so Brian Stage. Zum Beispiel habe man das gesamte Programm der Zulieferer untersucht und in diesem Zuge auch die Oberflächenbehandlung unlackierter Komponenten und Montageteile verbessert. Im Laufe des Jahres 2017 wurde die Oberflächenbehandlung in der Serienfertigung von der Gelb-Chromatierung auf das langlebige Zink-Nickel-Verfahren umgestellt. Bei den lackierten Teilen setzt HMF seit vielen Jahren auf die EQC-Oberflächenbehandlung mit Pulverlack.

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