Citroën

Mit dem A 10 HP fing alles an

| Redakteur: Marion Fuchs

Anlässlich des Firmenjubiläums werden monatlich die erfolgreichsten Modelle vorgestellt. Die Reihe beginnt mit dem Typ A 10 HP.
Anlässlich des Firmenjubiläums werden monatlich die erfolgreichsten Modelle vorgestellt. Die Reihe beginnt mit dem Typ A 10 HP. (Bild: Citroen)

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100 Jahre Citroën bedeuten nach Firmenangaben 100 Jahre Innovationskraft und Mut im Sinne der individuellen Mobilität. Anlässlich ihres runden Geburtstags lässt die Marke Citroën ihre Modellgeschichte Revue passieren: In einer Reihe wird an die bekanntesten Fahrzeuge erinnert – vom Typ A 10 HP aus dem Jahr 1919 über den 2CV bis zum neuen C5 Aircross SUV. Monatlich steht ein anderes Modell im Mittelpunkt. Die Reihe startet mit dem Citroën Typ A 10 HP.

Schon bei der Entwicklung des ersten Autos wusste Unternehmensgründer André Citroën, dass er ein günstiges Fahrzeug mit geringen Unterhaltskosten bauen wollte. Dieser Grundsatz leitete alle Entwürfe, bis der Typ A 10 HP am 4. Juni 1919 in Paris auf der Champs-Elysees präsentiert wurde. Nach dem amerikanischen Vorbild Henry Fords importierte André Citroën die Methoden der modernen Industrieproduktion nach Frankreich, welche die Herstellung in Großserie ermöglichten. Der Einführungspreis von 7.950 Franc war für die Zeit außergewöhnlich niedrig.

Für ein breites Publikum

Der Citroën Typ A 10 HP war das erste erste komplett ausgestattete Großserienauto Europas. Es verfügte unter anderem über eine elektrische Beleuchtung und einen elektrischen Anlasser, ein Verdeck sowie ein vormontiertes und damit einfach zu wechselndes Ersatzrad. Zudem war es das erste französische Modell, das mit dem Lenkrad auf der linken Seite ausgestattet und dank einer systematisch einfachen Bedienung auf ein breites Publikum ausgelegt war. Der Aluminium-Vierzylinder-Ottomotor mit einem Hubraum von 1.327 cm3 bei 2.100 U/min verfügte über eine Leistung von 18 PS. Dank Leichtbau verbrauchte der Typ A 10 HP durchschnittlich nur – für die Zeit beachtliche 7,5 l/100km. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 65 km/h.

Er war als Torpédo, als offenes Stadt-Coupé oder in geschlossener Form als „Doktor-Coupé“ erhältlich. Seine hintere Federung mit vier viertelelliptischen Blattfedern bot einen für die damalige Zeit hohen Komfort. Ende 1919 erschien das erste Citroën Nutzfahrzeug: ein Pritschenwagen mit 300 Kilogramm Nutzlast auf dem Chassis des Typ A. Passend zu einer Welt im Wandel wurde er zudem als Lieferwagen, Taxi und Rettungswagen angeboten. Ab 1921 kamen als Nachfolger der Citroën B2 mit einer auf der Rennstrecke gemessenen Spitzengeschwindigkeit von 73 km/h, dann die Modelle B10, B12 und B14 auf den Markt. Zwischen 1919 und 1921 wurde der Citroën Typ A 10 HP insgesamt 24.093 Mal produziert.

In Deutschland sind Sammler und Liebhaber dieser Modelle im Citroën-Veteranen-Club von Deutschland e.V. organisiert.

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