Induktionsheizgeräte Mit Tiefenwärme gegen Verformung

Gerade im Nutzfahrzeugbereich kann Induktionswärme viele Tätigkeiten erleichtern und beschleunigen, die zuvor enorme Kraft und Zeit erforderten. Dabei ist es hilfreich zu wissen, wie sich die zu bearbeitenden Materialien bei Wärme verhalten.

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Schwellerblech: In zehn Zentimeter Entfernung vom Induktionsbereich herrschen Oberflächentemperaturen von knapp 100 Grad Celsius.
Schwellerblech: In zehn Zentimeter Entfernung vom Induktionsbereich herrschen Oberflächentemperaturen von knapp 100 Grad Celsius.
(Bild: Diehl/»Fahrzeug+Karosserie«)

Prinzipiell lässt sich der Einsatz von Induktionswärme in der Werkstatt mit der Funktion eines Induktionskochfelds vergleichen: Das Anlegen einer Wechselspannung an einer Spule verursacht ein Magnetfeld, das in einem benachbarten Metallbauteil Wirbelströme erzeugt. Diese sorgen für sogenannte Wirbelstromverluste, die das Metallbauteil aufheizen. Der Temperaturanstieg erfolgt schnell, zunächst nur im Metall – eine Beschichtung wird indirekt vom Metall erwärmt –, und nur dort, wo sich die Spule befindet. Damit ist es mit der Vergleichbarkeit jedoch vorbei. Denn beim Kochfeld geht es um die Erwärmung eines vergleichsweise dünnen Topfbodens, während in der Werkstatt, insbesondere bei Arbeiten an Nutzfahrzeugen, meist Tiefenwirkung gefragt ist.

Die Eindringtiefe des Magnetfelds und somit der Erwärmung hängt größtenteils von der Frequenz der angelegten Wechselspannung ab: je niedriger die Frequenz, umso tiefer das Eindringen.