MAN

Neue Baureihe mit vielen kleinen Verbesserungen

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Weniger Gewicht dank kundenspezifischem Kabelbaum

Für die „Kameraspiegel“ elektronisch gerüstet ist die neue Lastwagengeneration von MAN jetzt schon. Schließlich wurde die gesamte Fahrzeugelektrik und -elektronik komplett neu gestrickt und auf das Zentralrechnerprinzip umgestellt. Die Hauptkabelstränge sind jetzt kundenspezifisch konzipiert. Jeder Lkw bekommt exakt den Leitungssatz, der für seine individuelle Ausstattung und Anwendung erforderlich ist. Das bedeutet: weniger Steckverbindungen bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion, Vereinfachung der Wartung. Bei bestimmten Schäden kann der Kabelstrang künftig an definierten Stellen getrennt, gezielt repariert und so im Idealfall ein Kompletttausch von Komponenten vermieden werden. Das bedeutet, dass Reparaturen schneller, effizienter und für den Kunden preisgünstiger ausgeführt werden können.

Für die Hersteller von Aufbauten gibt es zusätzlich zu den bisherigen Schnittstellen unter der Frontklappe nun eine weitere Schnittstelle am Rahmen hinter dem Fahrerhaus. Die Stromversorgung für den Aufbau ist dadurch gewährleistet, und die Steuerungssignale laufen über eine CAN-Bus-Anbindung. Die für den Aufbau benötigte, elektronische Hardware kann somit nach Bedarf innerhalb und außerhalb des Fahrerhauses angeschlossen werden; Aufbauhersteller müssen nicht mehr in die werksseitige Verkabelung des Trucks eingreifen. Das minimiert die Gefahr von Schäden und Fehlfunktionen.

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Software-Updates „over the air“ möglich

Das neu entwickelte Bordnetz mit seinem modernen, zentralen Rechner, der alle Prozesse steuert, ermöglicht ein maßgeblich verbessertes Zusammenspiel aller im Truck verbauten Sensoren. Die bereits vorhandenen Assistenzsysteme ergänzen einander. Gleichzeitig bietet das neue Bordnetz die Grundlage für künftige Anwendungen wie das automatisierte Fahren. Die neue Elektronikarchitektur vereinfacht auch, verschiedene, jetzt neu erhältliche Funktionalitäten wie zum Beispiel die Abbiegehilfe nachzurüsten. Dies war bisher nicht oder nur bedingt möglich.

Weitere spezielle Nachrüstsätze sollen für Anwendungen entwickelt werden, die bei Kunden besonders gefragt sind. Ebenso ist geplant, Software-Updates via Internetschnittstelle aufzuspielen.

Vorausschauende Wartung über die RIO-Plattform

Das proaktive Wartungsmanagement MAN-Service-Care lässt die Ausfallzeiten sinken. Hierbei werden wartungsrelevanten Daten durch die RIO-Box an den MAN-Servicepartner übermittelt, eine Fahrzeuganalyse durchführt und die Koordination von Wartungsterminen unterstützt. So ist es möglich, den Truck in die Werkstatt zu rufen, bevor ein möglicher Defekt auftritt. MAN-Service-Care ist für jeden Kunden kostenfrei über die RIO-Plattform verfügbar; die Aktivierung ist mit nur wenigen Angaben online möglich.

Das proaktive Wartungsmanagement reagiert aber nicht nur auf ein sich anbahnendes Problem, sondern verbindet Truck, Fahrer, Besitzer und Werkstatt, um Wartung und Reparatur vorausschauend zu planen und intelligent zu bündeln. Auf RIO können Kunden den Wartungsstatus, Termine, zu reparierende Komponenten und Schadensmeldungen ihrer ganzen MAN-Flotte jederzeit einsehen. Per E-Mail wird frühzeitig über anstehende Werkstattaufenthalte benachrichtigt. So bleibt die aktuelle Verfügbarkeit des Trucks immer im Blick und die Disposition kann den Termin unkompliziert einplanen.

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