Pierre.dk/IRSH Neue Größe im Markt

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Das die Intelligent Repair Solutions Group GmbH (IRSH) die dänische Gruppe Pierre.dk aufgekauft hat, macht die Branche nervös. Laut ZKF gibt es aber jetzt und in naher Zukunft keinen Grund zur Sorge oder gar Panik.

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Auch wenn reichlich Kapital hinter der IRSH steht – Grund zur Panik besteht nicht.
Auch wenn reichlich Kapital hinter der IRSH steht – Grund zur Panik besteht nicht.
(Bild: Wenz)

Die Nachricht, dass die dänische Gruppe Pierre.dk von der Intelligent Repair Solutions Group GmbH (IRSH) aufgekauft wurde hat die K&L-Branche aufgeschreckt, vermeldet der ZKF in seinem Newsletter. An der Holdinggesellschaft IRSH ist die Schweizer Investorengruppe Ufenau Capital Partners AG beteiligt.

Für die Piere.dk-Gruppe mit 23 Filialen in Dänemark, zehn in Schweden und vier in Deutschland ist die Beteiligung eines Investors nichts neues. 2010 investierte die Maj Invest Equity in die Pierre.dk und entwickelte gemeinsam mit dem Gründer und CEO Pierre Legarth eine ehrgeizige Wachstumsstrategie, die die führende Position auf dem dänischen Markt festigen und entsprechende Plattformen in Schweden und Deutschland aufbauen sollte.

Die IRSH hatte sich bereits Anfang dieses Jahres u. a. an einem ZKF-Mitgliedsbetrieb aus Polch bei Koblenz beteiligt. Nach erster Einschätzung des ZKF ist im deutschen Schadensreparaturmarkt erstmalig eine Entwicklung eingetreten, die zu großen Strukturveränderungen führen könnte. Denn typisches Kennzeichen solcher Kapitalbeteiligungsgesellschaften ist: Wer die Macht hat, kann mit Geld eine Menge bewirken und wird sich bei Versicherungen und Flottenbetreibern als Partner nachhaltig in Erinnerung rufen.

Der ZKF will die weiteren Entwicklungen aufmerksam begleiten und Gespräche führen. Die Branche habe aber jetzt und in naher Zukunft keinen Grund zur Sorge oder gar Panik. Die klassischen mittelständischen handwerklichen Strukturen in Deutschland gebe es mit Ausnahme in Österreich und der Schweiz in nahezu keinem anderen Land. Gerade diese Strukturen seien aber auch ein Bollwerk gegenüber Großkapitalinteressen. Und im Übrigen sind in den genannten Ländern funktionierende Karosserieverbände vorhanden, die alles in ihrer Macht stehende unternehmen werden, um Fehlentwicklungen zu vermeiden.

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