ZKF/TAK Neuer Lehrgang

Autor / Redakteur: Dierk Conrad, Geschäftsführer Nutzfahrzeuge, ZKF / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Der neue Kombi-Lehrgang für Hochvolt- und GAP/LNG-Antriebe im Nutzfahrzeug fand großen Zuspruch. Zehn hochmotivierte Teilnehmer nahmen Ende Juni an einem dreitägigen Pilotlehrgang teil.

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Waren mit großem Interesse und Engagement dabei: die Teilnehmer des Pilotlehrgangs für Nutzfahrzeuge in Friedberg.
Waren mit großem Interesse und Engagement dabei: die Teilnehmer des Pilotlehrgangs für Nutzfahrzeuge in Friedberg.
(Bild: Conrad)

Die Praxis stand im Vordergrund des dreitägigen Pilotlehrgangs für Nutzfahrzeuge in Friedberg. TAK-Referent Johannes Müller erläuterte den Zuhörern sehr anschaulich und mit vielen konkreten Beispielen, worauf beim Freischalten von Hochvoltfahrzeugen insbesondere im Nutzfahrzeugbereich zu achten ist.

Eigens für diesen Lehrgang stellte die MAN-Nutzfahrzeuge AG Service Aschaffenburg einen MAN eTGE zur Verfügung, um realistisch das Freischalten an Nutzfahrzeugen zu demonstrieren.

Müller legte bei diesem Lehrgang großen Wert auf eine praxisnahe Ausbildung für Werkstätten, die im herstellenden Karosserie- und Fahrzeugbau tätig sind. Denn diese werden mittlerweile immer häufiger mit Hochvolt-Nutzfahrzeugen konfrontiert. Eric Becker, Referent im ZKF- Referat Berufsbildung, lobte das große Interesse der Teilnehmer. Manche von ihnen hatten einen langen Anfahrtsweg in Kauf genommen, um an der Schulung teilzunehmen.

Praxis stand im Fokus

Der dritte Lehrgangstag stand ganz im Zeichen von Gasantrieben mit dem Schwerpunkt auf Lkw mit LNG-Antrieb. Auch hier konnte Johannes Müller die Teilnehmer mit viel neuem Wissen begeistern.

Der TAK-Referent ging auf die rechtlichen Anforderungen ein, die zu beachten sind, um eine GAP durchführen zu dürfen. Da künftig die Wasserstofftechnik im Nutzfahrzeug sicherlich einen immer größeren Stellenwert einnehmen wird, war auch diese Technik ein Schwerpunkt des Lehrgangs. Besonders intensiv ging der Referent auf den Aufbau der verschiedenen Gastanks und die Besonderheiten bei deren Prüfung ein. Verschiedene Schadbilder, die an einem Gastank entstehen können, wurden unter die Lupe genommen und analysiert. Sollte ein solches Schadbild auftreten, muss der Gastank unverzüglich ersetzt werden. Er wird dann entsprechend der Herstellervorgabe entleert und ausgetauscht.

Für die Schulung an einem LNG- Fahrzeug stellte Iveco ein Vorführfahrzeug zur Verfügung. Zu Beginn wurden die Besonderheiten der LNG-Tanks besprochen und wie diese zu befüllen sind. Im praktischen Teil konnten die Teilnehmer die Theorie am Fahrzeug umsetzen. Hierbei wurde unter realen Bedingungen eine GAP durchgeführt. Mario Männlein, Business Development Alternative Propulsion von Iveco, ging detailliert auf die LNG-Technik ein und erläuterte sie am Beispiel des zur Verfügung gestellten Stralis NP 460.

Zu guter Letzt führte Müller mit den Teilnehmern eine schriftliche Prüfung durch und händigte ihnen die beiden Zertifikate aus: Sachkundeprüfung nach 2S „Fachkundiger für Arbeiten an HV-eigensicheren Fahrzeugen“ und die „GAP-Grundschulung“.

Am Ende des Lehrgangs sicherte ZKF-Referent Eric Becker den Teilnehmern zu, dass der Verband aufgrund des guten Feedbacks diesen Kurs wiederholen werde und künftig weitere Lehrgänge für den Nutzfahrzeugbereich anbiete. ■

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