Nutzfahrzeuge Neuzulassungen in Europa steigen wieder

Autor: Andreas Grimm

Bei aller Unsicherheit über die weitere Corona-Entwicklung deutet ein Frühindikator auf eine robuste Wirtschaft hin: die steigenden Nutzfahrzeug-Zulassungen. Vor allem eine Klasse legt europaweit prozentual deutlich zu.

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Startklar in Dienste der Logistik: Die Nutzfahrzeugzulassungen in Europa steigen, insbesondere in der schweren Klasse.
Startklar in Dienste der Logistik: Die Nutzfahrzeugzulassungen in Europa steigen, insbesondere in der schweren Klasse.
(Bild: Volvo Trucks)

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt hat sich nach schlechten Zahlen zum Jahresstart im zweiten Monat stabilisiert. Nach Angaben des Herstellerverbands Acea kamen im Februar 182.257 Nutzfahrzeuge aller Klassen erstmals auf die Straßen der EU, der Efta-Länder und Großbritanniens. Damit legte der Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,6 Prozent zu. Im Januar hatten die Neuzulassungen noch 7 Prozent nachgegeben.

Nach zwei Verkaufsmonaten, wobei der Januar von Lockdown-Maßnahmen betroffen war, summieren sich die Nutzfahrzeug-Neuzulassungen auf 356.263 Einheiten. Das sind 2,3 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die positive Entwicklung war auf breiter Front spürbar. Allein das Bus-Segment leidet weiter unter einer geringen Nachfrage – durchaus nachvollziehbar angesichts der zusammengebrochenen Reisebranche. Im Februar kamen 2.363 Busse neu auf die Straßen. Das sind 16 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Besonders kräftig gewachsen sind die Neuzulassungen der schweren Klasse. 21.985 Lkw- und Zugmaschinen-Neuzulassungen weist die Acea-Statistik für den Februar aus, 8,3 Prozent mehr als im Vergleichsmonat. Insgesamt liegt dieses Segment damit nach zwei Monaten um 1,0 Prozent im Plus.

Verhaltener ist die Entwicklung beim lange Zeit stärksten Zugpferd der Nutzfahrzeugbranche, dem Segment der leichten Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Die Neuzulassungen der Transporterklasse legten im Februar um 2,5 Prozent auf 153.195 Einheiten zu. Nach zwei Monaten ist das Segment mit 298.087 Einheiten sogar noch 2,0 Prozent im Minus.

Auf Länderebene unterscheidet sich die Entwicklung der Nutzfahrzeuge teils deutlich. Unter den großen Märkten stechen Großbritannien (+16,6 %) und Italien (+10,1 %) mit deutlichen Zuwächsen heraus, während Deutschland (-1,9 %), Frankreich (-5,3 %) und Spanien (-15,3%) weniger Nutzfahrzeuge neu zuließen. Unter den mittelgroßen Märkten verbuchten etwa Polen (+31,4 %) und die Niederlande (+7,7 %) kräftige Zuwächse. Insgesamt legten die Neuzulassungen in den östlichen Ländern der EU um 17,2 Prozent zu, während die westlichen EU-Märkte leicht rückläufig waren (-0,8 %).

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«