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Ford Optimierte Paketlieferungen

| Redakteur: Marion Fuchs

Der Kölner Automobilhersteller testet zusammen mit dem britischen Paketzusteller Gnewt einen neuen Dienst für digitale Paketsendungen.

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MoDe:Link soll helfen die Logistikkette bei Paketlieferungen zu optimieren und die Auslastung der Transportfahrzeuge zu erhöhen.
MoDe:Link soll helfen die Logistikkette bei Paketlieferungen zu optimieren und die Auslastung der Transportfahrzeuge zu erhöhen.
(Bild: Ford)

Ford arbeitet mit dem britischen Paketzusteller Gnewt zusammen, um einen neuen Dienst für digitale Paketsendungen zu testen, der dazu beitragen soll, Staus zu reduzieren und Lieferungen zu beschleunigen. Ford hat dazu eine cloudbasierte, multimodale Routing- und Logistiksoftware entwickelt, die während der Testphase den gesamten Lieferdienst vom Depot bis zur Haustür steuert. Die MoDe:Link genannte Software kann nach Firmenangaben helfen, Logistikketten zu optimieren und die Auslastung der Transportfahrzeuge zu erhöhen.

Der Service könnte überdies die Akzeptanz der Kunden steigern, indem kürzere Zeitfenster für die Lieferung ermöglicht sowie die Kosten gesenkt werden könnten. Insgesamt könnten die Verbesserungen zu einer spürbaren Entlastung des Verkehrs in den Großstädten führen.

Das Konzept des „Warenhauses auf Rädern“ soll sowohl mit Ford-Transportern als auch mit anderen Herstellern kompatibel sein. Diese Transporter fungieren als dynamische Lieferknotenpunkte, die Aufträge von einem Depot abholen und dann kurz an strategischen Standorten anhalten, die für jeweilige Aufträge als besonders effizient eingestuft werden. Die Ford-Software-Plattform soll künftig auch Fahrradkuriere koordinieren. Denkbar wären auch Fußgänger, Drohnen oder autonome Roboter für die letzte Prozessstufe einer Lieferung.

Für den Londoner Prozess kooperiert Ford mit Gnewt, einem nachhaltigen städtischen Paketservice, der bereits als „UK Sustainable Logistics Company of the Year 2018“ ausgezeichnet wurde. In Zusammenarbeit mit führenden Einzelhandels-, E-Commerce- und Logistikunternehmen liefert Gnewt jährlich drei Millionen Pakete in London aus. Zusammen mit Transport for London und mehreren Universitäten arbeitet Gnewt außerdem an einem Forschungsprojekt namens FTC2050 zur Verringerung von Lieferwagen und Emissionen.

Die britische Regierung hat ebenfalls die Notwendigkeit erkannt, intelligentere Lieferlösungen für städtische Gebiete zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurden offene Konsultationen eingeleitet, um nachhaltige Lösungen für die letzten Prozessschritte von Warenlieferungen zu untersuchen. Ford trägt nun dazu bei, die ökologischen Vorteile von Kleinstfahrzeugen, E-Cargo-Bikes und Maßnahmen zur Verbesserung der logistischen Effizienz herauszuarbeiten.

In Großbritannien arbeitet Ford mit Transport for London an einem millionenschweren Projekt, bei dem 20 Ford Transit Custom PHEV im Alltag getestet werden. Die Plug-In-Hybrid-Transporter werden im Stadtgebiet von London nahezu ausschließlich mit elektrischem Strom betrieben. Der Test wird in diesem Jahr auf Köln und die spanische Stadt Valencia ausgeweitet werden.

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