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Prämie nach Maß

| Redakteur: Christopher Kampfmann

Generali will Daten seiner Kunden sammeln, um die Versicherungsprämie zu berechnen. Im Kfz-Bereich sollen Fahrzeuge mit Blackboxes ausgestattet werden.

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Mit Daten über das Leben der Versicherten will Generali die Versicherungsprämie individuell berechnen.
Mit Daten über das Leben der Versicherten will Generali die Versicherungsprämie individuell berechnen.
(Foto: Generali)

Der italienische Versicherungskonzern Generali will Daten über das Leben seiner Kunden sammeln, um die Versicherungsprämien zu berechnen. Das Unternehmen will etwa wissen, welchen sportlichen Aktivitäten die Versicherten nachgehen und welche Art von Produkten und Lebensmitteln sie kaufen.

Kunden können etwa ihrem Fitnessstudio oder einer Supermarktkette erlauben, diese Daten weiterzugeben. „Dann werden die Daten automatisch über eine elektronische Schnittstelle an die rechtlich getrennte Generali Vitality-Gesellschaft übermittelt“, sagte Giovanni Liverani, Deutschland-Chef von Generali, dem Magazin Technology Review.

Prämien korrekt bemessen

Zusätzlich sollen Versicherte dazu bewegt werden, Basisdaten wie Alter, Größe und Gewicht über eine App selbst einzugeben. Versicherte, die aus Datenschutzbedenken nicht teilnehmen, werde man nicht bestrafen, so Liverani. Es ginge nicht darum, die Prämien zu senken, sondern diese korrekt zu bemessen.

Ähnliches kommt auch auf Autofahrer zu. In Italien hat Generali bereits knapp eine Million Autos mit Blackboxes ausgestattet. Diese protokollieren per GPS und Mobilfunk die Fahrleistung. Bis 2016 will Generali die Geräte auch in Deutschland anbieten.

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